2019

Astorga - Santiago de Compostella

Anreise

Nachdem mein Bein wieder geheilt war, getestet und für gut befunden wurde, machte ich mich wieder voller Vorfreude auf meinen Weg. Die letzte Etappe stand an.

Morgens um 6:30 holte mich Ingrid (die in Galicien ein paar Tage Urlaub geplant hatte) mit dem Wohnmobil ab und wir fuhren los. Die Stimmung war gut, die Autobahn Richtung Süden frei.

Kurz vor Freiburg meinte Ingrid, der 5. Gang springt.... Also raus und eine Werkstatt angefahren. Schlechte Nachricht. Anscheinend kommt es bei diesem Modell öfter mal vor, dass der 5. Gang kaputt geht. Was also machen? Nur im 4. Gang mit 80 die ganze Reise machen? Keine Option. Ich überliess Ingrid die Entscheidung - heimfahren und abbrechen oder heimfahren und aufs Auto umsteigen. So fuhren wir wieder zurück (mit 80 km/h im 4. Gang) und wechselten, nachdem wir das Wohnmobil bei der Werkstatt abgestellt und unser Gepäck umgeladen hatten, aufs Auto um.

Fing ja gut an. Mir schien, der Weg wehrte sich auf die letzten Kilometer.

Die 1. Nacht schliefen wir in der Nähe von Besancon im Auto. Und weiter ging es quer durch Frankreich. Spät am Nachmittag fanden wir am Rand der Pyrinäen ein kleines Hotel, wo wir die 2. Nacht verbrachten.

Wir überquerten die Pyrinäen auf einem kleinen Pass und fuhren dann auf der spanischen Seite über die Autobahn bis kurz vor Astorga, wo wir nochmals gemeinsam übernachteten.

 

 

 

Klara hat alles voll im Blick

1. Tag

Am nächsten Morgen fuhren wir die restlichen Kilometer nach Astorga rein, wo wir in einer kleinen Bar, bereits im Kreis einiger Pilger, frühstückten.

 

 

 

 

 

und dann geht es los. Klara und ich sind wieder auf dem Weg......

 

kurz darauf sind wir an der kleinen Einsiedelei ecce homo, wo ich kurz innehalte und für einen guten Weg bete.

 

ecce homo (siehe, da ist ein Mensch), so stellt Pontius Pilatus, der römische Statthalter, den gefolterten und gequälten Jesus dem Volk von Jerusalem vor.

 

 

Wir kommen gut voran. Anfangs ist es leicht bewölkt und es kommt auch ein kurzer Nieselregen auf, der aber schon bald von der Sonne vertrieben wird.

in El Ganzo, bei km 15, machen wir, wie einige andere Pilger auch, eine kurze Pause.

 

 

 

 

 

 

 

 

....kurz darauf sind wir

wieder auf der Piste


Bevor es nach Fonchebadon, unserem erklärten Etappenziel, hinaufgeht machen wir noch in Rabanal del Camino kurze Rast. Das Bier hab ich mir bis dahin schon verdient.

wir durchqueren Rabanal

es geht stetig bergan. Tief geht der Blick hinter uns ins Tal

und vor uns sehen wir schon in der Ferne das kleine Bergdorf Fonchebadon


Oh, oh ---- alle Herbergen sind besetzt. So mache ich mit Klara erstmal Pause und genehmige mir noch ein Bierchen. Was tun? Einer der Herbergsväter bei dem ich nachfrage meint, 2 Kilometer nach dem Kreuz (cruz de ferro) wäre eine Herberge, die auch Hunde aufnimmt. Das wären dann am Ende des Tages insgesamt 32 km.

Nun denn, das Kreuz war eigentlich erst auf der nächsten Etappe mein Zwischenziel gewesen, aber ich bin gut drauf. Auch Klara ist noch fit.

sanft geht es noch am Berghang hinauf

Klara hat den höchsten Punkt erreicht. In der Ferne kann ich bereits das Kreuz erkennen


 

am Kreuz angekommen lege ich symbolisch mit meinem Stein alle meine Sorgen ab.

 

Diesen Stein habe ich vor vielen Jahren am Donauufer beim Kloster Weltenburg aufgelesen und seither auf all meinen Pilgerwegen mitgetragen. Er lag ansonsten immer griffbereit zuhause an meinem PC und ich konnte ihn immer, wenn ich nicht gut drauf war in die Hand nehmen und all meine Sorgen in ihn fliessen lassen.

 

Ich hab noch einen Stein vom Kloster Au, kurz hinter Einsiedel.....


....ich erkenne meine Stein

Klara und ich verlassen das eiserne Kreuz. Es geht wieder bergab. Wir treffen unterwegs auf "Luxuspilger" aus Reutlingen und Stuttgart. Sie sind mit dem Bus von Leon aus unterwegs Richtung SdC und laufen nur ausgesuchte, kürzere Strecken. Das kann jeder machen wie er kann und mag. Ich mach gemeinsam mit ihnen eine kurze Rast.

Vor uns sehen wir schon Majarin. Ein kleines, verlassenes Dorf. Fast nur noch aus Ruinen bestehend. Nur 2 Häuser sind noch einigermaßen bewohnbar. Dort wird von den Templern eine Herberge betrieben. Ohne Sanitäranlagen.....

Aber Klara und ich bekommen ein Zelt und so knnen wir etwas unterhalb ganz in Ruhe die Nacht verbringen.

Wir sind insgesamt neun Pilger, die anderen 8 schlafen in dem Haus nebenan.

wir bekommen von den Templern ein Zelt.

Einer der anderen Pilgern ist ein junger Pole, der im Mai in Posen gestartet ist. Ab Le Puy hatten wir den gleichen Weg.

 

mehr über die Templer:

der 1. Tag unserer letzten Etappe geht zu Ende.

2. Tag

Heute geht es (fast) nur steil bergab.

Ich wache kurz nach 6 Uhr auf. Leider war es nachts bewölkt, so dass ich keine Sterne sehen konnte.

Noch im Dunkel baue ich mein Zelt ab, verpacke es in der Hülle und lege es den Templern wieder in die Herberge.

 

Einsam wandern Klara und ich durch die rauhe Landschaft in den Morgen hinein.

wir erreichen El Acebo und ich gönne mir in der ersten Bar am Ortseingang ein kleines Frühstück.

 

Und wie ich mit dem Rücken zum Berg so dasitze und das Dorf vor mir so ansehe kommt der Wirt, ein recht junger, quirliger Mann, aus der Bar, schaut an mir vorbei Richtung Weg und ruft nach drinnen zu seiner Frau: "Oh my god, they´re coming"

und tatsächlich, als ich nach hinten schaue kommt eine Gruppe Pilger anmarschiert.

Dieser Ruf ist wohl sein tägliches Ritual....

wir durchqueren dieses kleine Bergdorf und kommen ins Tal der Nachtigall

wo wir eine freundlich lächelnde Pilgerin mit einem kleinen Yorki überholen.

Sie ist taubstummm, deshalb können wir uns leider nicht mit ihr unterhalten


in Molinaseca, mit seiner romantischen Brücke über den Río Meruelo, legen wir eine kurze Pause mit einem kleinen Bierchen ein


in Ponferrada geht unser Weg an der Templerburg vorbei hinaus in den Vorort Fuentenuevas. Dort kommen wir, nach 27 Tageskilometern, im Hotel Monteclaro unter.

 

Bild Quelle: www.spain.info

3. Tag

 

 

 

nach einem guten Frühstück machen wir uns gegen 7:30 wieder auf den Weg.

 

 

 

 

kurz hinter Camponaraya legen wir an einem Pilgerbrunnen die erste kurze Pause ein und ich fülle die Wasserflaschen neu.

 

kurz darauf passiert es.....

 

es fährt mir ins Kreuz

 

der Weg ist plötzlich entsetzlich lang.

 

Wieder schmerzt jeder Schritt.

Wieder muss ich überlegen wie es weitergeht.

 

Ich lass einen Hilferuf an Ingrid los.

 

Nachdem sie sich meldet machen wir einen Treffpunkt in Villafranca de Bierzo in der Herberge Ave Fenix aus, die ich auf meinem Plan mit "hundefeundlichen Herbergen" habe.

 

Noch lange 12 Kilometer.....

 

 

 

irgendwann kommen wir an

 

 

wir kommen in einem 4er-Zimmer unter.

Lukas, ein belgischer Pilger, ist unser Zimmergenosse


in der Herberge lebt auch ein Hund, Pomello. Er ist ganz verliebt in Klara, aber es ist wie immer ---- sie würdigt ihn keines Blickes.

gegen Abend, pünktlich zum Abendessen, trifft Ingrid ein.

 

Es geht weiter......

4. Tag

 

 

 

 

...mit dem Auto

Wir fahren immer am Jakobsweg vorbei, der stetig am Rande der Straße führt.

Schier endlos ist der Strom der Pilger. Das ist mir vorher, als ich ein Teil der Menge war gar nicht so aufgefallen.

Es geht hoch Richtung O Ceobreiro zur deutschen Herberge La Faba.

In der alternativen Herberge hole ich mir einen Stempel.


Den Gipfel umfahrfen wir und treffen wenig später am Alto de Polo wieder auf den camino. Kurz darauf erreichen wir Sarria, wo ich mir ebenfalls in einer Herberge einen Stempel hole.

Unseren ersten großen Halt machen wir in Portomarin. Wir besichtigen die Kirche und bummeln ein wenig durch die kleine, schön gerichtete Altstadt.


Nach einem Kaffe und einem Besuch in einer Auberge (Stempel) geht es wieder weiter.

In Melide und Salceda lasse ich mir die letzten Stempel in mein credencial geben.

Ein bisschen hab ich schon ein komisches Gefühl dabei.

Ich wäre gern den Weg  bis zu Ende zu Fuß gegangen. Doch was nicht geht, geht nicht.

 

 

 

 

 

 

nach Portomarin sind es

nur noch 100 km bis SdC

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und es wird richtig voll auf dem camino....


 

 

nach dem wir Santiago gestreift haben erreichen wir am Nachmittag Finisterre, wo wir Quartier beziehen.

 

 

 

 

 

 

 

Später gehts an den Hafen zum Bummeln

und zum Abendessen

5. Tag

Es geht noch im Dunkeln hinauf zum Kap. Pilger sind entlang der Straße zu Fuß den Weg hinauf.

Oben angekommen macht uns Ingrid auf dem Campingkocher einen Kaffee.

Langsam wird es hell. Die Sonne ist nicht zu sehen.

Nebel liegt über der dem Meer und dem Kap.

Es ist tatsächlich als wäre die Welt hier zu Ende.

danach fahren wir weiter nach Muxia

 

und auch da erwartet uns an der Kirche der Nebel

weiter führt uns unser Weg.

Wir landen in Malpica, an der Nordküste.

Dort beziehen wir ein kleines Hostel direkt am Strand.

Klara hat jede Menge Spaß und tobt den Strand entlang. Nur vor dem Wasser hütet sie sich. Ja nicht nass werden ist ihre Devise. Auch wenn Herrchen durch die heranlaufenden Wellen geht.

 

Abendessen gegrillter Paprika und schwarzer Tintenfisch

wir geniessen den Sonnenuntergang

 

 


Morgen ist es soweit.

Langsam wächst der Gedanke in meinem Kopf.

Das Ende meines Weges.

Der letzte Tag

wieder machen wir uns im Dunkel auf den Weg. Es ist ja nur knapp 1,5 Stunden zu fahren.

Am Stadtrand von Santiago machen wir an einer kleinen Bar halt und trinken gemeinsam Kaffee.

 

Ich ziehe die Schuhe aus, da ich mir schon längere Zeit vorgenommen habe die letzten Kilometer barfuß zu gehen.

Dann schultere ich meinen Rucksack und mache mich mit Klara auf die letzten beiden Kilometer.

da ich eine Parallelstraße zum camino gehe bin ich mit Klara der einzige Pilger.

 

 

 

 

Bald schon sehe ich die Kirchturmspitze von San Francisco. Nur noch ein paar Meter.....

und dann bin ich auf dem Platz vor der Kathedrale.

Langsam überquere ich den Platz. Klara läuft ohne Leine an meiner Seite.

In meinem Kopf wirbeln all die Kilometer, all die Pilger, denen ich unterwegs begegnet bin durcheinander.

 

Erst nach einigen Minuten bitte ich eine andere Pilgerin ein Bild von Klara und mir zu machen.

 

Wir sind angekommen

Ich lasse die Atmosphäre des Platzes noch einige Zeit auf mich wirken.

Ingrid hat inzwischen einen Parkplatz gefunden und ist auch auf dem Platz eingetroffen.

Und so machen wir uns auf die Rückseite der Kathedrale, zum Eingang.

Klara darf nicht mit rein. Ich muss den Rucksack draussen lassen. Ebenso muss ich wieder Schuhe anziehen.

In der Kathedralle wird noch gebaut.

Ich begebe mich zum Apostel Jakob, streiche ihm über den Kopf und bedanke mich für den langen Weg.

Im Keller sehe ich mir den Schrein des Apostels an.


Ich beschliesse mir das Pilgerbüro, wo die Compostela ausgegeben wird, anzusehen. La Compostela ist eine Urkunde für religiös motivierte Pilger, die das Ende der Wallfahrt auf dem Jakobsweg bescheinigt.

Eine gute Idee, wie sich herausstellt.

Eine Menge Pilger ist vor dem Büro, das in der Nähe der Kathedrale liegt, versammelt.

Man muss eine Nummer ziehen. Gerade wird der Pilger mit der Nummer 319 aufgerufen.

Ich ziehe mir auch eine Nummer. Die 871. Oh je.

Ich beobachte den Betrieb und sehe, dass das Büro etwa 100 Pilger pro Stunde bedienen kann. Das heißt, wir müssen einige Stunden warten.

Die insgesamt 6 Stunden bringen wir mit einem kleinen Ausflug in einen Park, nochmals einige Zeit vor der Kathedrale sowie einem frühen Abendessen zu.

kurz bevor meine Nummer aufgerufen wird finde ich mich wieder im Pilgerbüro ein. Inzwischen treffe ich einen Pilger mit der Nummer 1111. Das Büro ist bis 20 Uhr geöffnet....

Die Nummer 870 wird aufgerufen.

Mein Hals ist ganz trocken, meine Hände zittern.

Die 871 wird aufgrufen. Das bin ich.

Ich trete an den Tresen zu einem etwa 35 jährigem Herrn (Oskar, wie er mir am Ende auf meine Frage sagt).

Ihm zeige ich meine gesamten credentials. Auch die vom Münchener Jakobsweg.

Oskar schaut sie alle durch. Erkundigt sich nach meinem genauen Namen und wo und wann ich genau gestartet bin. Diese Daten trägt er dann in die compostela ein.

Zwischendurch reicht er mir mit der linken Hand mit einer unglaublich unauffälligen Bewegung ein Taschentusch. Ich bin wohl nicht der einzige Pilger dem vor Ergriffenheit die Tränen kommen.

Am Abend machen wir noch einen kleinen Spaziergang, sitzen in dem einen und anderen Strassencafe und schauen uns die beleuchtete Kathedrale an.

Nun bin ich am Ende meines Jakobswegs mit Klara.

Ich möchte keinen Schritt missen.

All die Blasen, die ich mir gelaufen habe, die Wadenzerrung kurz vor den Pyrinäen, den Schienbeinbruch nach Burgos, die Kreuzschmerzen nach Ponferrada. All das ist nichts gegen die Erlebnisse, die ich mit Klara in all diesen Jahren hatte, nichts gegen die Begegnungen mit all den anderen Pilgern, nichts gegen die freundlichen Begrüßungen all der vielen Menschen die uns beide beherbergten.

 

All dies ist nun ein Teil von mir.

Mir bleibt ganz am Schluß nur noch all denen, die sich auch auf den Weg machen,

einen ebenso tollen, erlebnisreichen Weg mit vielen Begegnungen zu wünschen

 

Buen camino

 

 

für Anregungen und Begeisterungsäußerungen

Kommentare: 34
  • #34

    Ingrid Peternell (Freitag, 04 Oktober 2019 13:52)

    Sei gegrüßt, lieber Peter!
    Nachdem du nun Santiago als Pilger erreicht hast, möchte ich dir sehr herzlich gratulieren. Von der Idee über Planung und Realisierung durfte ich ja einen Großteil miterleben. Für mich war besonders beeindruckend die Konsequenz in deinem Handeln und die Entwicklung deiner Persönlichkeit. Du bist für mich wirklich zum Inbegriff eines Pilgers geworden. Deine Berichte über die Jahre spiegeln dies ebenfalls sehr gut wieder und ich freue mich über die positive Resonanz auf dieser Seite. In diesem Jahr hast nicht nur du den Weg von Krumlov aus nach Santiago beendet, mir brachten ungeplante Widrigkeiten die Möglichkeit, direkten Kontakt zu Pilgern zu haben und auch Dich kurz als solchen unmittelbar zu erleben. Dies war für mich unglaublich interessant, auch sehr schön. Als Beispiel seien nur genannt der Abend in der Herberge von Villafranca de Bierze (der Vergleiche und Emotionen aus früheren Erlebnissen meines Lebens freisetzte) und der Tag in Santiago de Compostela mit dem Erhalt des Zertifikates einschließlich des Berichtes über Oskar. Jede Minute des Wartens hat sich gelohnt und der Abend um die Kathedrale war ein sehr würdiger Abschluß! Ich wünsche dir für alle deine weiteren Vorhaben beste Gesundheit, bestes Gelingen und noch lange Freude mit Klara! Vielen Dank für die Möglichkeit der Teilhabe an vielen schönen Eindrücken, die ich ohne dich nicht gehabt hätte! Es grüßt Ingrid

  • #33

    Hiltrud Detemple (Mittwoch, 02 Oktober 2019 11:36)

    Hallo Peter, hallo Klara.Habe mit Begeisterung eure letzte Etappe gelesen und beglückwünsche euch , dass ihr dies so gemeistert habt.Das Lesen der Wanderung hat mir sehr gefallen.Wir sehen uns ja demnächst.LG Hiltrud und Fritzi.

  • #32

    Manfred + Bedriye (Montag, 23 September 2019 20:03)

    Hallo Peter und Klara
    Wollten mal wieder reinschauen, wie es euch geht. Inzwischen dürftet ihr den Camino wohl auch vollendet haben?! - Wir sind am 31. Mai 19 von Leon aus auf die letzten 315 km unseres Camino aufgebrochen. Auf der Finalissima wurden wir von Dilan, meiner 28jährigen Stieftochter begleitet. Obwohl das Laufen nicht ihr Ding ist, hat sie die neue Erfahrung und das Zusammensein mit uns und mit andern Pilger*innen aus diversen Ländern genossen. Sie hat die 315 km erstaunlich gut gemeistert. Das Wetter spielte mit, anfangs war es heiss, in Galizien dann eher kühl und meist war es trocken. Es war ein spezielles Erlebnis, diese letzte Etappe unseres 2340 km langen Wegs, den wir in netto 9 Jahren etappenweise zurückgelegt haben. Die letzten Kilometer liefen wir absichtlich langsam, um das Ankommen in Santiago man 12.06. irgendwie hinauszuzögern. Das Ankommen an einem Ziel, welches wir einige Jahre stets vor Augen hatten, ist immer auch verbunden mit Abschiednehmen, zumal danach etwas Neues beginnt. Es gilt dann, die gemachten Erfahrungen in den Alltag zu integrieren. Dass das Laufen auf diesem Weg einen innerlich wandelt, brauchen wir dir nicht zu berichten. In Santiago war leider die Kathedrale wegen Umbauarbeiten im Innenraum für das Publikum geschlossen. Gerne hätten wir die Pilgermesse mit dem berühmten Botafumeiro erlebt. Wir haben zum Abschluss einen Ausflug per Bus ans Kap Finisterre gemacht und hatten wunderbares Bilderbuchwetter - die Farben des Meeres und der Küste waren einmalig schön. - Zurück in der Schweiz haben wir bereits wieder
    zwei Tageswanderungen auf dem Jakobsweg geplant und nächstes Jahr haben wir im Sinn, den Camino del Norte zu begehen. Unser Plan ist es, den Nordweg in 3x 2 Wochen zu absolvieren. Bis dann ist hoffentlich die Innenrenovation der Kathedrale in Santiago fertig, so dass wir doch noch einer Pilgermesse mit Botafumeiro beiwohnen können.

    Aus der Schweiz grüssen wir dich und Klara herzlich.

    Manfred & Bedriye

  • #31

    Dirk (Freitag, 12 Juli 2019 16:19)

    Hat der Wuffi mittlerweile schlapp gemacht?

  • #30

    Ursula Mock (Samstag, 25 August 2018 13:28)

    Wie immer, interessant, schön geschrieben und informativ.

  • #29

    Ingolf (Dienstag, 26 Juni 2018 13:09)

    Vielen Dank an euch beide für die rührenden Geschichten ... Wir sind seit 2014 in der Spur und pilgern euch sozusagen hinterher.
    Dieses Jahr gehts für uns weiter in Les Abrets, welches du richtigerweise als schmutzig und hektisch bezeichnest.
    Vielleicht finden wir auch das eine oder andere Häufchen von Klara. ;)

  • #28

    Manfred & Bedriye (Donnerstag, 31 Mai 2018 09:50)

    Lieber Peter und liebe Klara
    Wir sind zurück (mit Wehmut). Die diesjährige, 400 km lange Etappe von Pamplona nach Leon war landschaftlich wunderbar und bis auf wenige Ausnahmen abwechlungsreich. Die Meseta präsentierte sich in üppigen Grüntönen. Von der Temperatur her war es über die Tage der Eisheiligen sehr kalt auf ca. 900 Meter über Meer (2 - 3 Grad am frühen Morgen, nachmittags 10 - 12 Grad), ständig blies ein steifer, kalter Wind. Danach wurde es wieder wärmer, ja es war fast schon sommerlich. Wir fragten uns oftmals: Wann beginnt eigentlich die Einöde, genannt Meseta? Im Hochsommer, wenn alles trocken und staubig ist und es auf den kilometerlangen Wegen keinen Schatten gibt, wird es natürlich anders sein.
    Obwohl es erst Mai war, waren zahlreiche Pilger unterwegs, viele aus Übersee und dem Fernen Osten. Diese Leute beginnen Anfang Mai in Saint Jean-Pied-de-Port oder Roncesvalles, um vor der grossen Sommerhitze die Meseta durchquert zu haben. Der Pilgerstrom halte gemäss Aussagen von Einheimischen neuerdings bis in den September hin an. - Wir planen nun unsere Schlussetappe für 2019 ab dem sehr schönen und sehenswerten Leon nach Santiago de Compostela und Finisterre und schliessen dann dieses Projekt ab (um uns dann dem Camino del Norte, unserem nächsten Projekt zuzuwenden :-) )
    Herzliche Grüsse aus der Schweiz, Manfred & Bedriye

  • #27

    Manfred & Bedriye (Montag, 23 April 2018)

    Buenos dias Pedro y Clara :-) ,
    Vor unserer Abreise nach Spanien senden wir euch einen herzlichen Gruss. Vom 2. bis 19. Mai '18 laufen wir auf dem camino francés von Pamplona nach Léon. Wir freuen uns seit Wochen auf diese Etappe. Gespannt sind wir auf die Meseta: Wie wird sich diese schier unendliche Hochebene präsentieren - wüstenartig oder im Mai doch eher in diversen Grün-Tönen? - Schön zu wissen, dass du und Klara früher oder später auch wieder Spuren auf diesem Wegstück hinterlassen werdet.
    Mit einem herzlichen Ultreïa, Manfred & Bedriye aus der Schweiz

  • #26

    Wolfgang Schöll (Dienstag, 21 November 2017 08:46)

    Hallo Peter, schön, dass Klara so viel erlebt. Und Du auch ;-) Viel Spaß und bleibt gesund.

  • #25

    kai (Dienstag, 29 August 2017 15:10)

    Hallo Peter,
    Konnte aus Zeitgründen nur einen kurzen Teil, natürlich in einer meiner "Heimaten", lesen und freue mich heute schon auf deinen Vortrag beim SAV.

  • #24

    Barbara Hügelschäffer (Sonntag, 27 August 2017 15:10)

    Hallo, eine tolle seite mit Klara und sehr schöne berichte der Strecken, ich möchte vom 11-15.9den Beuroner jakobsweg mit Hund(Berner sennenmix klein) laufen, finde aber schlecht Übernachtungsmöglichkeiten.
    In Balingen ging es gut, aber in beuron eher schlecht.
    Danke für die Aufmunterung
    Ultreia Barbara Hügelschäffer

  • #23

    Manfred & Bedriye (Freitag, 12 Mai 2017 15:30)

    Salut Peter und Klara

    Wir sind uns letztes Jahr in Condom begegnet, am Tag unserer Rückreise in die Schweiz (eine Foto der Begegnung haben wir sogar bei deinem Bericht 2016, Teil 2 gefunden :-)

    An Ostern 2017 sind wir wieder in Condom aufgebrochen und zunächst durch Haut Armagnac, danach Bas Armagnac (unbedingt den Armagnac probieren!) in den Frühling im Baskenland gelaufen. War wunderbar. Die ersten Tage war es angenehm warm. Dann frischte es auf und am 25.04. gab es einen Wetterwechsel. In Saint-Jean-Pied de Port, am Tag vor der Überquerung der Pyrenäen, fiel Schnee bis auf 800 m runter und es war entsprechend kalt (zum Glück hatten wir Handschuhe eingepackt!).

    Der Aufstieg zum Col Lepoeder (1430 m.ü.M.) erfolgt auf 20 km, die ersten 8 geht es von 170 m.ü.M. richtig steil bergauf, denn 12 km gemächlicher aufwärts bis zum Pass und danach 6 km abwärts durch einen wunderbaren Buchenwald in frischem Frühlingsgrün (ohne Schnee) nach Roncesvalles. Für die Strecke benötigten wir, nach 230 km so richtig eingelaufen , 5,5 Stunden.

    Ab Saint-Jean-Pied-de-Port (hier beginnen viele mit dem Caminio) trifft man andere Pilger an als in der Schweiz und in Frankreich - es wird internationaler. Es hat (viele) Südkoreaner, Brasilianer, Kanadier, US-Amerikaner, Engländer, Holländer, Deutsche, Italiener und natürlich auch Spanier, für die der Camino fast schon ein "Must" ist. Fertig schien es mit der Beschaulichkeit, die wir in Frankreich so geschätzt haben. Doch die vielen "neuen" Pilger verteilen sich dann auf den Weg-Kilometern doch ziemlich, so dass man/frau über weite Strecken alleine läuft.

    Nun sind wir in Pamplona angelangt - es sind nur noch 750 km bis Santiago de Compostela und weitere etwa 90 bis Finisterre, während 1600 km hinter uns liegen (ab/seit Konstanz). Da könnte einen fast schon die Wehmut erfassen, dass es bald zu Ende geht. Doch das Virus ist heftig und trägt bestimmt dazu bei, neue (Jakobs- und andere) Wege zu beschreiten, aber das kennst du ja.

    Mit einem herzlichen Ultreïa aus der Schweiz, Manfred & Bedriye

  • #22

    Natur Provence (Montag, 20 März 2017 13:10)

    Hallo, bin selber seit Jahren immer mal wieder kurze Strecken auf Abschnitten des Jakobsweges unterwegs und auf der Suche nach Erläuterungen zur Via Gebenensis auch auf Deine Beschreibung gestoßen, die ich wunderbar finde.
    Schade nur, das keine der besuchten Internetseiten die gefundenen Unterkünfte beim Namen nennt: Das wäre doch hilfreich, weil ich fürchte, dass man in der "France profonde" kaum mehr als einfachste Herbergen findet , die weniger nach meinem Geschmack sind.
    Und zu Deiner Beruhigung: "Infusionen" für einen Euro sind ein preiswerter Kräutertee, z.B. Pfefferminze.
    Alles Gute und weiter viel Spaß mit Klara

  • #21

    Timber von der Lotoskrone (Samstag, 25 Februar 2017 15:24)

    Liebe Klara!
    Ich habe Dich letzten November in Karlsruhe in so `ner riesigen Messehalle gesehen, und kam nicht umhin, Dich heimlich zu bewundern, wie ruhig und souverän Du auf auf dem Tisch beim Messestand Deines Herrchens gesessen hast, während er sich mit meinem Fraule & Familie (auch über mich!) unterhielt. Ich habe Dich angehimmelt; Du hast mich vielleicht gar nicht bemerkt? Ich war der 8 Monate alte Zwergpudel in apricot. Ich heiße Timber; das ist Englisch und bedeutet unter Holzfällern "Baum fällt!"Mein Fraule hat mir bis jetzt die Hälfte des Berichts über Eure große Wanderung auf dem Jakobsweg vorgelesen, und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Du kannst froh sein, dass Du so ein Herrle hast, das Dir ein schönes, spannendes Leben bereitet. Aber mir geht`s auch sehr gut mit meinem Fraule. Ich habe einen großen Freundeskreis und bin viel draußen. Ich hoffe, ich werde auch mal so wie Du, wenn ich erwachsen bin. Es grüßt Dich/Euch Timber aus Regensburg

  • #20

    Kirsten (Dienstag, 10 Januar 2017 19:37)

    Ich bastel gerade eine Internetseite über die Jakobswege mit allen potentiellen Kombinationsmöglichkeiten. Dabei ist mir euer Bericht Hohenzollerischer Jakobsweg über den Weg gelaufen. Wo habt ihr die Reisebeschreibung her? Wer ist für die Strecke zuständig? Gerne würde ich eure Seite mit einbinden, gerade weil ihr mit Tieren Erfahrung auf dem Jakobsweg habt. Was meint Klara zu der Pilgerreise? Kommentare gerne auf chemindecompostelle.de oder auf g+

  • #19

    Harry Biberstein (Mittwoch, 12 Oktober 2016 16:46)

    Mittwoch 12.10.16

    Hallo Peter,
    mit Tränen in den Augen, habe ich deinen schönen Bericht gelesen!!!
    Ich kann heuer meinen geplanten Weg von Le Poy durch Frankreich nicht fortsetzen(Krankheit).
    Im nächstes Jahr, da werde ich es hoffentlich schaffen.
    Viele Streicheleinheiten an Klara, herzliche Grüsse von Sabine, Robert, Harry und Fritzi

  • #18

    Christian (Freitag, 12 August 2016 17:34)

    Heureux d'avoir passé un bon moment en ta compagnie et aussi avec klara. Tu sais que je suis son meilleur ami depuis que je lui ai donné à manger. Bonne continuation à toi. Christian

  • #17

    Claudia Hieber (Dienstag, 26 Juli 2016 20:46)

    Hallo Peter
    Durch Zufall bin ich auf deinen tollen Blog gestolpert.
    Klara ist sicher eine tolle Pilgerin!

  • #16

    Eleonore Roßmann (Sonntag, 24 Juli 2016 11:51)

    Hallo, eine wunderschöne Seite habe ich hier gefunden. Interessant, informativ und manchmal auch ziemlich lustig, ehrlich und liebevoll. Ich laufe auch sehr viel mit meinen 3 Hunden, wobei 2 Zwergpudel dabei sind. Auf die Pudel reagieren die Leute im allgemeinen positiv. Ich wünsche weiterhin viel Spaß und kleine Abenteuer. LG sende Eleonore

  • #15

    Hiltrud mit Cesar (Mittwoch, 13 Januar 2016 22:07)

    Hallo Klara habe mit Spannung deinen Bericht gelesen. Da hast du ja wieder etliche Kilometer mit Herrchen hinter dich gebracht. Hast du toll gemacht.

  • #14

    Sissi (Montag, 14 Dezember 2015 18:48)

    Lieber Peter,

    ein so toller Mensch hat einen so tollen Hund von Herzen verdient, es rührt einen zu Tränen, wenn man deine Zeilen, bzw. die Zeilen von Klara liest. Ihr seid ein tolles Paar, ich wünsche euch Beiden auf all euren gemeinsamen Wegen allezeit die Sonne im Herzen, Gesundheit und Lebensfreude. Ich freue mich sehr, euch bald wieder pers. sehen zu dürfen., Gruß an KLARA!!!! und auch an Sabine und Maxi. Herzlichst Sissi, Markus, Lukas und November

  • #13

    Monika (Mittwoch, 11 November 2015 19:33)

    hallo Peter,
    hab mit großer Begeisterung deinen neuesten Bericht gelesen.
    Auch mich hat das Pilgerfieber ergriffen. Liebe Grüße

  • #12

    Natascha (Mittwoch, 11 November 2015 18:09)

    Hallo Peter
    Habe eben kurz deinen Bericht überflogen. Und damit gerade wieder ein bisschen "Heimweh" nach dem Camino bekommen. Bin nun seit 3 Wochen wieder zu Hause....

  • #11

    Hiltrud (Sonntag, 08 November 2015 09:47)

    Hallo Klara und Peter habe mit viel Spannung euren Pilgerbericht erwartet und gelesen.Sehr schön und ich finde es toll, dass Klara so tapfer mitläuft.

  • #10

    Stephan (Samstag, 03 Oktober 2015 14:44)

    Sehr schöne Seite.Hast wohl auch wie viele Andere das Pilgerfieber ;-)

  • #9

    Ellen (Dienstag, 24 März 2015 10:32)

    Hallo Klara!
    Ein wunderschöner Bericht, wie immer, fast als wäre man mit gewandert. Naja, außer Atem kamen wir hier nicht und nass sind wir auch nicht geworden, aber genossen haben wir es den Bericht zu lesen.

  • #8

    Hiltrud (Montag, 23 März 2015 20:33)

    Danke Klara für deinen wunderschönen Reisebericht über euren Wanderbericht der Pilgerreise 2014. Wunderschön ich freue mich schon auf 2015 den du mit deinem Herrchen hoffentlich unternehmen kannst .

  • #7

    Hiltrud (Montag, 19 Januar 2015 20:54)

    Montag,19. Januar 2015
    Wunderschöne Wanderungen von Klara und Peter.
    Habe sämtliche Berichte gelesen .Einfach klasse , dass Klara alles erlebt hat .

  • #6

    Christine (Donnerstag, 16 Oktober 2014 07:53)

    Als wenn wir selbst :-) mit gelaufen wären..... Vielen Dank mein Bruder für diesen interessanten und kurzweiligen Bericht!

  • #5

    e.socher (Sonntag, 12 Oktober 2014 21:56)

    Hallo Ihr Zwei,

    klasse die Berichte, wir - die Königinnen und ich - würden am Liebsten gleich los laufen!!!
    Finden es klasse, dass jetzt die Bilders gleich beim Bericht dabei sind! Die Zweibeinige war schon an vielen Stellen Eurer Pilgerreise in der BRD, Österreich und der Schweiz und hat daher noch mehr Sehnsucht empfunden beim Lesen Eures Pilgerberichts! Die vielen Kirchen mit den vielen Namen machen uns allerdings a weng atemlos....
    Aber... wir und vor allem die Zweibeinige hatten heute am Sonntag viel Freude beim Lesen Eurer homepage über das Pilgern!!!
    Liebe Grüße Ellen mit Fajar und Schneewittchen

  • #4

    Manuel (Donnerstag, 14 August 2014 16:03)

    Back home after meeting "unterwegs" between Treib and Wattenwil. Many crossings in the trail . Good luck Caminante !

  • #3

    Ohana (Freitag, 21 Februar 2014 08:22)

    Durch Zufall stieß ich heute auf Eure Site und bin begeistert - von den Berichten sowie von Klara :-)

    Herzliche Grüße und "besucht" uns doch auch ein mal

  • #2

    Diana rieth (Mittwoch, 15 Januar 2014 08:31)

    ein wirklich toller Pilgerbericht. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt. Und Klara ist wirklich ein ganz toller Pilgerpudel, denn ich kenne sie persönlich

  • #1

    Christine Schöll (Mittwoch, 15 Januar 2014 05:26)

    Der schönste Pilgerbericht, den ich jemals gelesen habe - mir war´s als wäre ich mitgelaufen - und ich freue mich schon auf die nächste Etappe.....vielen Dank für diese tolle Berichterstattung, mein Bruder!!! Ohne Klara undenkbar :-)