2016  Teil 1

Espalion - Air-sur-l´Adour

Anreise

Die Bahnfahrt nach Espalion erweist sich als ziemlich umständlich und so entschliesse ich mich mit dem Auto anzureisen.

Und dann beginnt unsere Reise endlich. Der Rucksack ist gepackt, Klara steht in den Startlöchern und das Auto ist vollgetankt. Freitags morgen um 6 Uhr starten wir.

Über Karlsruhe erreichen wir in Neuenburg die Grenze nach Frankreich. Gegen Mittag passieren wir Lyon und machen eine längere Pause.

Punkt 19 Uhr erreichen wir Lyon und ich steige im selben Hotel ab, in dem ich auch letztes Jahr die letzte Nacht verbracht habe.

Bevor ich mir eine Kleinigkeit zum Abendessen hole suche ich mir noch einen kostenfreien Parkplatz.

Den finde ich direkt hinter dem Hotel.

Ich stelle mein Auto ab und hoffe es steht in 3 Wochen noch so da.

Tag 1

 

Endlich geht es los. Nach einem ausgiebigem Frühstück schnüre ich mir die Schuhe, schultere den Rucksack und nehme Klara an die Leine.

 

An der neuen Brücke über den Lot geht es wieder auf den Weg.

 

 

Die ersten, die uns auf unserem Weg begrüßen

 

 

Die Autofahrer werden darauf hingewiesen auf die Pilger zu achten


 

 

Sainrt-Pierre-de-Bessuéjouls ist leider geschlossen

der Pilger begrüßt die vorbeiziehenden Pilger


 

 

Kurz darauf liegen die ersten knappen 200 Höhenmeter vor uns. 

Für Klara kein Problem, doch ich lege nach knapp der Hälfte eine Pause ein und geniesse den Blick zurück ins Tal des Lots.

Oben angekommen treffen wir auf unseren ersten Pilger. Didier aus Toulouse. Er ist in Le Puy gestartet. Wir laufen nur eine kurze Strecke zusammen, da er den vor uns liegenden Abstieg schneller geht als ich.

In Estaing angekommen treffe ich wieder auf Didier und wir trinken zusammen ein Bierchen.

 

 

 

 

 

Auf der Lotbrücke nach Estaing

Danach geht es ein Stück die Uferstraße am Lot entlang. Wir trennen uns wieder, da Didier schneller ist wie ich.

Und nun geht es nochmal steil bergauf. Ich mach unterwegs dreimal Pause. Jedesmal lege ich mich ins Gras und schlafe auch jedesmal ein. Die Anspannung der letzten Wochen sowie die lange Anfahrt hat mir doch mehr zugesetzt als ich dachte. Aber ich habe ja Zeit. Meine Unterkunft für heute abend hat mir die nette Dame im Hotel gestern abend noch vorgebucht.

Und irgenwann gegen 17:30 komme ich auf dem Campingplatz in Golhinac an und beziehe ein schickes Chalet.

Nach einem ausgiebigen Bad im swimming-pool

gibts noch einen riesigen Hamburger mit Pommes sowie 3 Radler, in Frankreich Panache genannt.

Müde und zufrieden schlafe ich ein


Tag 2

 

 

Nachts hat es heftig gewittert und der Nebel steht noch über dem Tal.

Ausgeruht geht es für Klara und mich nach dem Frühstück los.

Wir durchqueren Golhinac und wir kommen gut voran. 

 

Beim Abstieg nach Espayrac begegnen wir einem kleinen Pudel.

 

Es liegen noch ca. 1450 km vor uns. 

Ich denke dies schaffen wir dieses Jahr nicht mehr.

 

In Espayrac angekommen kaufe ich mir 2 Nektarinen und lege mit Klara eine kleine Pause ein.

 

Unterwegs haben Menschen Steine, mit Namen beschriftet, abgelegt. 

Wir erreichen Senergues. Zeit für ein kleines Panache. Inzwischen geht es mal wieder steil bergauf. Für Klara kein Problem, aber ich komme ganz schön ins schwitzen.


Doch auch diesen Anstieg schaffen wir und vor uns liegt eine kleine Hochebene. Frischer Wind umweht uns und so gehts munter weiter.

In Saint-Marcel findet ein kleines Fest statt. Ich frage ob es hier ein Bier oder ein Panache zu kaufen gibt, aber es ist eine private Feier. Doch eine nette Dame bedeutet mir ihr zu folgen. Sie führt mich 3 Häuser weiter (quasi ans andere Ortsende) und holt mir aus dem Haus ein Bier. Ich gebe ihr 2 Euro und bedanke mich recht herzlich.

Klara ist auch ganz begeistert. Sie bewacht meinen Rucksack, während ich die Kirche gegenüber besuche.


 

 

 

 

Und wieder geht es abwärts.

eine ganze halbe Stunde steil über einen wilden steinigen und mit Wurzel durchsetzten Weg.

Wir erreichen Conques. Mit seiner Abtei Saint-Foy und dem alten, liebevoll erhaltenen Ortskern zählt es zu den schönsten Orten.

 

mehr über Conques auf https://de.wikipedia.org/wiki/Conques

 

Impressionen

Bevor ich meinen Weg fortsetze denke ich an meine Pilgerfreunde vom Pilgertreff Ludwigsburg und zünde für sie eine Kerze an.

 

Die dritte von rechts in der zweiten Reihe von oben

Für uns beide geht es weiter. Wir haben unten am Fluss Dourdou auf dem Campingplatz Beau Rivage wieder ein Chalet gemietet.

Auch hier gibts einen swimming-pool.

Am Kiosk gibt es auch noch ein Abendessen sowie 2 Bierchen für mich.

Die freundliche Dame vom Kiosk reserviert mir die morgige Übernachtung.

 

Ich merke, ich lebe auf großem Fuß. Ich geniesse es zwar, aber irgendwie fühlt sich das für mich noch nicht nach Pilger an.

 

Trotzdem schlafe ich tief und gut.

Tag 3

 

Ohne Frühstück geht es heute weiter.

Auf der Pilgerbrücke überqueren wir den Dourdou. Danach geht es wieder steil bergauf.

 

 

 Und von der anderen Talseite bietet sich uns ein traumhafter Blick zurück auf Conques

 

Wir treffen unterwegs auf mehrere Pilger, aber wir gehen trotzdem alleine weiter.

So langsam bin ich auf meinem Weg, bekomme den Kopf frei.....

 

 

und so setze ich einen Fuß vor den anderen und lasse die Landschaft an mir vorbeiziehen

 

Ab Mittag wird es richtig heiß. Diese Hitze wird, was ich an diesem Tag noch nicht weiß, bis zum letzten Tag begleiten. Mit Temperaturen um die 35 Grad Celcius.

Kurz bevor es steil nach Decazeville hinabgeht kommen wir an einer Pferdekoppel vorbei aus der 3 große Hunde bellend auf uns zustürmen. Klara bellt sofort zurück, aber die Hunde werden von einem Mann, der in der Koppel arbeitet streng zurückgerufen. Diese folgen auch sofort und die Situation ist unter Kontrolle. Klara regt sich noch ein wenig auf und kläfft leise vor sich hin. Sie hat sich ganz schön erschrocken.

Wir durchqueren den Ort, der mir nicht so sehr gefällt. Es ist eine kleine Stadt, die von Industrie beherrscht wird. 

Wir müssen nochmals einen steilen Aufstieg unter der sengenden Sonne bewältigen. Klara hat es ein bisschen besser, sie findet mehr Schatten wie ich.

 

WIr erreichen die Gite Sentinelle, unser Quartier für heute.

Klara und ich sind im Garten in einem kleinen Anbau untergebracht.

 

Wir sind nicht die einzigen Pilger in der Gite.

Guy-Emanuelle und Sophie mit ihren 5 Kindern sind im Haupthaus untergebracht.

Gemeinsam essen wir zu Abend. 

Brigitte, die Herbergsmutter kocht uns ein tolles Abendessen. Es wird viel gelacht, die Familie spricht auch Englisch. Und Klara wird von den Kindern geliebt. Sie bekommt jede Menge Streicheleinheiten.

Vor dem schlafen gehen besuchen wir Erwachsenen noch die Kirche nebenan. Brigitte betet für uns Pilger zündet für uns eine Kerze an.

Tag 4

 

Mir bietet sich am Morgen, als ich mit Klara ihr Geschäft erledigen gehe, ein tolles Bild hinab ins Tal.

 

 

 

Nach einem gemeinsamen Frühstück mit der Familie starte ich mit Guy den heutige Etappe. Der Rest der Familie läuft in zwei eigenen Gruppen. 

 

In Livinhac-le-Haut treffenwir alle wieder zusammen und machen eine kurze Pause. 

 

Hier begegnen wir auch Oliver mit Flocki aus Bitburg. Von ihm hatte ich bereits am Vortag gehört. 

Flocki muss an der langen Leine laufen. Er ist erst 6 Monate und noch sehr verspielt, doch Klara ist zu seiner größten Enttäuschung an spielen nicht interessiert.

 

Wir ziehen weiter.

            durch schattige Alleen                                und entlang an romantischen Seen

In St. Felix ist wieder Treffpunkt.

Ich erfahre, dass Guy und seine Familie mit 2 Autos unterwegs sind. Das eine steht an der Gite Sentinelle und das andere hier an der Kirche. Ich nehme ihr Angebot an, gemeinsam mit Sophie und den Mädels bis Figeac mitzufahren.

 

Pause in St. Felix

Kirchenfenster in Sainte-Radegonde,  St. Felix
Kirchenfenster in Sainte-Radegonde, St. Felix

In Figeac angekommen erfahren wir, daß in der Gite du Carmel keine Hunde unterkommen. So trenne ich mich von Guy und seiner Familie.

Ich gehe mit Klara ins Touristikbüro. Dort treffe ich auf Didier und einige andere Pilger, die ich ebenfalls bereits von unterwegs kenne.

Figeac ist ziemlich mit Touristen belagert.

Für Klara und mich findet sich noch ein Hotelzimmer. Nun gut. Wieder kommt es mir in den Sinn, dass ich dieses Jahr ziemlich als Luxuspilger unterwegs bin.

Ich hole mir noch etwas Wurst und Brot sowie 2 Bier zum Abendessen und mache mir mit meinem e-book einen gemütlichen Abend.

 

Klara macht derweil den Wachhund

Tag 5

 

Als wir Figeac um kurz vor 8 Uhr verlassen ist der Himmel wolkenlos.

Wir überholen den einen oder anderen Pilger; eine Frau davon ist barfuß unterwegs. Doch ich habe nie das Gefühl, dass der Weg überlaufen ist.

Guy und seine Familie habe ich nicht mehr gesehen.

In Faycelles angekommen besuche ich eine kleine Bar (kurz nach 9 Uhr morgens) und gönne mir ein kleines Panache. 

Über dem Tresen hängt ein Schild, das die Bar als Platz der Sch´tis kennzeichnet. Ich erinnere mich an die französische Komödie "Willkimmen bei den Sch´tis" und da ich lachen muss spreche ich den Wirt darauf an. Er erklärt mir stolz, ein Sch´ti zu sein und, wie ich an seinem Lachen erkennen kann, kennt er ebenfalls den Film.

Anmerkung des Pilgers: Ich habe kein Alkoholproblem......

 

Muschel am Rucksack eines Pilgers        Barmherzig wie der Vater

Immer wieder sehen wir steinerne Unterkünfte für Viehhirten am Wegrand stehen

Klara sichert unterdessen nach allen Seiten ob nicht etwa feindliche Katzen im Hinterhalt lauern.


 

 

 

 

 

Wir befinden uns inzwischen am Rande des Zentralmassivs, haben es damit fast überquert und die Landschaft wird sanfter und hügeliger.

 

Wir kommen an einem Dolmen vorbei, einem alten Großsteingrab

 

und wieder einmal eine kleine Wandergruppe mit Esel, Klara´s liebsten Freunden


Und dann verliere ich die Wegmarkierung.

Ich weiß nur noch in welcher Richtung mein heitiges Ziel, Cajarc, liegt. Dort unten im Tal.

Also suche ich mir entlang der Straße einen Weg, der abwärts führt. Da ist einer, aber der Durchgang ist verboten. Verboten? Nicht heute und nicht für mich. Also abwärts.

Auch wenn sich im Hinterkopf der Gedanke rührt, es könnte sich um eine Sakgasse handeln und ich muss wieder hoch.

Dem ist aber nicht so und wir kommen unten wieder auf einen Querweg, der sich als der richtige erweist. Geht doch.

Und kurz darauf erreichen wir auch Cajarc.

Ich hole mir in einem Supermarkt 4 Dosen Bier, da der Tag heiß war und ich recht durstig bin.

Danach durchqueren wir den Ort und kommen am Ortsende an den Campingplatz.

Heute gibt es weder Chalet noch Wohnwagen noch Zelt und so suche ich mir ein rihiges Plätzchen und breite meinen Schlafsack aus.

Klara kennt das bereits von letztem Jahr und sucht sich ebenfalls einen bequemen Platz für die Nacht.

Da es auf diesem Campingplatz keine Möglichkeit zum Abendessen oder Einkaufen gibt und ich auch keine Lust mehr habe zurück in den Ort zu gehen, gibt es zum Abendessen nur Flüssiges und e-book.

Nachts werde ich mal wach und staune über den grandiosen Sternenhimmel.

Tag 6

 

Morgens liegt Tau über uns. Und da ich meine Wäsche zum trocknen über die Hecke gelegt habe ist auch diese wieder feucht geworden. Ich wickle alles in mein Handtuch und packe dieses in eine Tüte, damit der Rest in meinem Rucksack nicht feucht wird.

Beim verlassen des Campingplatzes treffen wir auf einen Franzosen, der ebenfalls hier genächtigt hat. Im Gegensatz zu uns, die wir uns gleich auf den Weg machen, meint er, er geht nochmal zurück in den Ort um zu Frühstücken.

 

 

 

 

 

 

wieder einmal blicken wir ins Tal des Lot

 

 

 

nachdem wir Pech Niol durchquert haben geht es stetig einen bewaldeten Hang bergauf. Schatten.

An einer Wasserstelle ist für Pilger eine Raststelle eingerichtet. Wir rasten.

Gemeinsam mit einigen anderen Pilgern.

Einer hatte hier übernachtet und macht sich, gerade als wir beide eintreffen, wieder auf den Weg.

Und ich kann meine feuchten Klamotten an die Leine hängen.

Entspannt und ausgeruht mache ich mich mit Klara wieder auf den Weg. 

Gleich am Ortseingang von Limogne-en-Quency, unserem heutigen Etappenziel, liegt die Gite Communal. Sie ist in einem alten Schulhaus untergebracht und ich schaue hinein. Die Zimmer sind im 1. Stock und an jeder Türe sind schon Namenszettel angebracht. Das heißt fast voll belegt. Im Grund sagt mir die Gite auch nicht so richtig zu. Ichlese im Outdoor, dass am Ortsende auch ein Campingplatz ist. Das wäre mir lieber.

Also wieder losgezogen.

 

Nachdem ich mir im Ort selbst noch ein Panache gegönnt habe, miete ich mir auf dem Campingplatz einen Wohnwagen. Im Zelt nebenan schläft Christian, der Pilger, den ich morgens noch in Cajarc kennen gelernt habe.

Als Campingplatzbewohner darf ich dann auch noch kostenlos ins öffentliche Freibad nebenan. 

Klara bleibt derweil bei den Platzbetreibern.

Beim Abendessen, Tagliatelle Bolognese mit 2 Bier, freunde ich mich mit Christian an. Er möchte gern mit mir laufen und besorgt uns für morgen auch gleich eine Unterkunft. Diese liegt zwar etwas abseits des Wegs, aber was solls.....

Nachts regnet es ein wenig.

Tag 7

 

Ich habe meine Wäsche am Gestänge des Vorzelts aufgehängt. Da hatten sie Kontakt mit dem Vorzelt und haben natürlich Nässe gezogen. Das heißt wieder alles ins Handtuch und dieses in die Tüte und ab damit in den Rucksack.

 

Und dann gehts ab. Heute durchqueren wir einige kleine Weiler.

 

Christian und ich laufen etwas unterschiedlich und so gehen wir zwar des gleichen Weg, aber getrennt. Wir sehen uns ja abends wieder.

 

Klara und ich pausieren am Rande eines der kleinen Weiler. 

Zeit um die Wäsche trocknen zu lassen.

 

 

 

     alte Römerstraße                      öffentliches Waschhaus                  Sonnenblumen

bald erreichen wir Vaylats und dort das Kloster der Töchter Jesu.

 

Und hier treffen wir nicht nur auf Christian, sondern auch auf etwa 25 andere Pilger.

 

Klara und ich beziehen ein 3-Bett-Zimmer gemeinsam mit Christian und Manuel, einem Spanier.

Ich buche mir selbst die Übernachtung für den nächsten Tag, da in der Herberge Deutsch gesprochen wird.

 

Das Abendessen wird gemeinsam eingenommen, wobei die Pilger und Schwestern getrennt sitzen. 

 

 

 

                                                          im Kloster

 

 

Boulespieler in Vaylats

 

 

eine einsame Blase 

 

fast hätte ich sie übersehen.....


Tag 8

 

Morgens bin ich nach dem Frühstück der erste, der sich auf den Weg macht. Noch ist es angenehm zu gehen.

 

Es ist, als ob wir die einzigen auf der Welt sind.....                              Waschhaus

 

 

Insgesamt geht es heute bequem auf ebenen Wegen dahin. Wir laufen 13 km, bevor wir die erste Pause einlegen. Kurz darauf geht es steil nach oben. Christian holt mich ein und wir machen dann auch gemeinsam an einem Sportplatz Mittagspause, bevor jeder wieder seinen Weg weiterführt.

Die Sonne scheint unbarmherzig. Klara und ich haben noch etwa 3 km auf einer steinigen, fast Baumlosen Hochebene zu gehen. Kleine Büsche geben zumindest Klara etwas Schatten. Ich halte mehrmals an um ihr Wasser zu geben und um auch selbst zu trinken.

Aber irgendwann liegt denn Cahor tief unten im Tal in der Lotschleife vor uns.

Steil geht es nach unten.

 

Wir überqueren den Lot über die Pont Louis Philippe. Da ruft mich auf einmal jemand. "Hallo Pelerin". Ich drehe mich um und eine ältere Dame winkt mich zurück. Wie sich herausstellt ist im alten Zollhäusschen die Willkommensstation für Pilger eingerichtet.

Ich bekomme frisches Wasser sowie meinen Stempel. Die Unterhaltung gestaltet sich ziemlich schwierig, da die beiden Damen, die zwar äußerst nett und freundlich sind, nichts ausser fränzösisch sprechen. Ich bleibe dennoch einige Minuten bei ihnen sitzen in der Hoffnung, dass Christian bald kommt. 

Nachdem die jedoch nicht der Fall ist schultere ich meinen Rucksack und gehe mit Klara in den Ort.

Beim ersten Strassencafe halte ich an und da kommt auch schon Christian. Wir trinken ein Panache und verabreden uns für zum Abendessen, da wir in verschiedenen Herbergen untergekommen sind.

 

Cahor

Ich bin im Chambre d´hotes Chez Pierre mitten in der Altstadt untergekommen. Nachdem ich mich geduscht und meine Wäsche erledigt habe mache ich mit Klara einen Bummel durch eben diese malerische und verwinkelte Altstadt. Vor der Kirche setze ich mich dann auf eine Bank und schaue dem Treiben auf dem Platz zu.

Später treffe ich mich mit Christian und wir essen gemeinsam. Er wird morgen bis Moissac gehen, da er dann von dort den Zug nach Hause nimmt.

Er bucht mir jedoch bevor wir uns verabschieden noch die Übernachtung für den nächsten Tag.

 

Pont Valentré, weltweit die einzige Brücke mit 3 Türmen

vom Ufer                                                          vom Croix de Magne

Tag 9

 

Zum Frühstück gibt es frisch gepressten Orangensaft. Pierre spricht deutsch und so können wir uns angeregt unterhalten.

Ich verabschiede mich und marschiere los. Nach 200 Metern bemerke ich, dass ich mein handy liegen gelassen habe. Also nochmal zurück, handy holen und nochmals verabschieden.

Pierre wird mich nicht vergessen.

Klara und ich überqueren den Lot über die Pont Valentré.

Steil geht es dann auf schmalem Pfad bergauf bis zum Croix de Magne. Dort bietet ich ein grandioser Blick auf Cahor und die Lotschleife.

 

Die Sonne scheint wieder erbarmungslos aus wolkenfreiem Himmel.

 

 

 wir laufen

 

 

       und rasten


 

 

  wir laufen

 

 

        und rasten


 

und dann sehe ich in der Ferne Lascabanne, unser Etappenziel.

An der Kirche treffe ich auf eine 13-köpfigen Gruppe Augsburger Pilger, die mit einem Begleitfahrzeug unterwegs sind. Sie laden mich zu einem Kaffee ein und geben mir auch noch 3 Bodenseeäpfel. Nachdem die Gruppe weiter zieht werde ich von nebenan gerufen.

Da sitzt Christian mit 9 Pilgern aus dem Elsass. So setze ich mich auch noch mit dazu und trinke noch ein Panache. Ich hab es ja nur noch 400 Meter bis zu meinem heutigen Ziel.

 

 

Heute haben wir etwas ganz anderes

 

eine Jurte

nur für

uns zwei.

 

 

Mit swimming-pool. 

 

Nachts setze ich mich ein paar Minuten ins Freie und schau mir die Sterne an.


Tag 10

 

Nachdem ich bereits 1 Stunde unterwegs bin treffe ich wieder auf die Elsässer. 

Die Gruppe läuft ziemlich auseinander gezogen. Ich gehe eine Weile mit einer Pilgerin aus eben dieser Gruppe und wir unterhalten uns ganz angeregt. 

 

......und die Sonne scheint und scheint

Wir kommen nach Montcuq, dort gibts dann auch endlich mal wieder ein Panache.

 

Etwa 20 Pilger hat es zu Mittag in den kleinen Ort gespült. Und alle sind bei dieser Hitze durstig.

Klara bekommt ausser ihrem Wasser auch noch Streicheleinheiten.

Mein Nachbar ist aus dem Ort und ganz begeistert von ihr.


 

 

 

 

     

 

      das schaffen wir

 

      Schatten - Zeit für eine Pause                              und immer wieder tolle Aussichten

Seit Montcuq bin ich wieder allein mit Klara.

Als ich in der Ferne Montlauzun auf dem Berg sehe und es erst kurz nach 14 Uhr ist, beschliesse ich nochmal eine Pause einzulegen.

Und so lege ich mich an einem schattigen Plätzchen ins Gras, stelle Klara ihr Wasser hin und schlafe ein halbes Stündchen.

 

 

Die Aussicht, die sich mir von der Herberge bietet, ist unglaublich.

 

Ich beziehe ein 4-Bett-Zimmer für mich alleine.

Die anderen Pilger, eine Mutter mit Sohn haben Einzelzimmer.

Kurz vor dem Abendessen, es gibt Ente, kommt noch eine junge Frau. Sie zieht vor der Herberge ihre Schuhe und Socken aus und man sieht kaum die Füße, da sie alles verbunden hat. Sie meint, dass sie am morgigen Tag einen Ruhetag einlegt. Ich hätte wahrscheinlich mit solchen Füßen die Pilgerreise abgebrochen.

Tag 11

 

Wieder geht es auf wilden Wegen vorwärts.

Nachdem wir von Montlauzun ins Tal runter gegangen sind müssen wir natürlichauf der anderenSeite wieder hoch.

In einem ausgewaschenen Bachbett geht es stetig bergauf.

oben geht es dann durch einen kleinen Wald. Hier kommt uns ein Pilger entgegen. Er kommt aus Santiago und ist auf dem Rückweg nach Hause.

 

 

In der Ferne erkennen wir Lauzerte hoch oben auf dem Hügel liegen.

Klara und ich erreichen eine Wasserstelle und ich fülle meine Flasche wieder auf.

Heute ist es zwar heiß, aber das erste Mal seit Tagen ziehen gegen Mittag ein paar Wolken auf.


Dort angekommen treffen wir auf dem Marktplatz wieder auf die Elsässer.

Sie begrüßen mich mit einem Riesen Hallo.

Ich gönne mir ein Panache.

 

 

 

Hier in der Gegend sind Tauben auf dem Speiseplan sehr gefragt. Sie werden in Taubenhäuser gehalten, die zur Sicherheit auf Stelzen stehen.

Unterwegs überholen wir deine pilgernde Familie mit Esel. Der Vater erklärt mir, dass sie etwa 12 - 15 km pro Tag zurücklegen.

Die Kinder sind ganz begeistert von Klara, diese wiederum vom Esel.

Etwas später regnet es ganz kurz dünne Bindfäden. Der Weg wird nicht mal richtig nass.

 

 

 

Vorbei an Kiwiplantagen

 

 

Kurz nach Durfort-Lacapelette verlasse ich den Weg.

Ich habe heute auf einem Bauernhof etwas abseits meine Unterkunft gebucht.

La Bayssard, der Hof liegt irgendwo im Nirgendwo.

Ich bin der einzige Pilger, der heute den Weg hierher gefunden hat.

Entspannt setze ich mich nach dem duschen auf die Terrasse und lese.

Der Hausherr holt mich dann zum Essen.

Es gibt ein riesengroßes Stück Rindfleisch.

Selten hab ich ein besseres Fleisch gegessen.

 

Claudette, die Pilgermutter, erklärt mir dann noch anhand einer Skizze, wie ich am nächsten Morgen wieder auf den Jakobsweg komme ohne zurück gehen zu müssen..

Tag 12

 

Und so laufen Klara und ich dann, nach einem ausgiebigen Frühstück, wieder los.

 

Bald schon erreichen wir die Wegmarkierungen für den Jakobsweg.

Der Weg führt uns durch Obstplantagen, wo uns schon auch mal die eine oder andere Erntehelferin freundlich grüßt.

Steil geht es dann hinunter nach Moissac. 

Wir laufen erstmal lange durch die Vorstadt. Mehrere Einwohner sprechen mich an und fragen ob ich bei dieser Hitze genug Wasser für den Hund habe. Ich bejahe jedesmal und bedanke mich für die freundliche Fürsorge.

Die netten Menschen sind das, was mir von Moissac am meisten in Erinnerung bleibt. 

Denn richtig schön fand ich es nicht.

 

Ausser der Abtei mit seinem eindrucksvollen Portal.

Moissac liegt am Fluss Tarn, der kurz darauf in die Garonne fließt. Für uns geht es heute somit durch die Garonne-Ebene. Laut Outdoor-Führer verläuft der Weg weitestgehend im Schatten, deshalb habe ich auch eine Tagesetappe von 30 km anvisiert.

 

Vor der Kirche machen wir noch eine kleine Trinkpause.

 

Die eindrucksvolle Pont Napoleon über den Tarn


 

Fast 17 km 

gehen wir nun am Garonne-Seitenkanal.

 

 

Angler sitzen am Ufer.

 

Klein, aber funtionell
Klein, aber funtionell

Bei den Schleusen, die wir passieren, denke ich an das ungleich größere Emssperrwerk, das mich damals bei meinem Besuch in Moormerland so beeindruckt hat.

 

Einige Fahrradfahrer sind unterwegs, aber es gibt keinerlei Probleme mit Klara. Alle machen kurz langsam und grüßen freundlich. Das wünschte ich mir auch zuhause.

 

Wir durchqueren Malause, mit einer kleinen Pause für ein Panache.

 

In Pommevic verlassen wir den Kanal.

Wir haben bis Espalais, unserem Etappenziel, noch 3 km Straße vor uns und keinen Schatten.

Die Sonne brennt unbarmherzig.

Klara läuft dicht bei mir und sucht meinen Schatten. 

Kurz vor unserem Ziel kommt uns ein Smart entgegen. Er hält, das Fenster geht runter und eine freundliche junge Frau spricht mich auf deutsch an: "Hallo, bist du der Peter? Dann hast du es bald geschafft. Du schläfst heute bei uns, noch eine Kurve und du bist da."

Klar, ich hab mich ja angemeldet, der Peter mit dem Pudel Klara kommt. Ich bin ja mit Klara unverwechselbar.

Und so kommen wir in Par Chemin an. 

Etwas später kommen noch zwei Pilgerinnen an. Und so sind wir beim Abendessen mit den 3 Gite-Bewohnern zu sechst. An dem langen Tisch im Freien sitzen wir und unterhalten uns prächtig bis die Sonne untergeht.

Tag 13

 

Ich bin zwar früh auf, schaue wie die Sonne über der Ebene aufgeht; aber ich komme trotzdem erst um 8:15 los, da ich noch ausgiebig mit den beiden Pilgerinnen frühstücke.

Wir überqueren die Garonne und müssen auch schon wieder ein kurzen, steiles Stück bergauf. Dort liegt Auvillar mit seiner kreisrunden Markthalle und dem Uhrenturm, durch den wir die kleine Stadt auch schon wieder verlassen.


In der Folge wechseln sich Straße und Feldwege ab. Wieder ist es heiß und Klara und ich sind über jeden Fleck Schatten dankbar. 

Mehrmals machen wir kleine Pausen.

An einem kleinen Kiosk in Flamarens gibt es für mich ein kaltes Panache.

Hier treffen wir auch auf eine 5-köpfige Gruppe von Franzosen, die wir schon in Montquc kurz gesehen haben. Ich komme ein wenig mit ihnen ins Gespräch und wir bemerken, dass wir das gleiche Tagesziel, die Gite communale in Castet-Arrouy, haben. Wir gehen aber getrennt weiter, da die Franzosen eine längere Pause machen.

 

 

 

 

 

Ein Pilger mit Hund kommt uns entgegen. Er ist auf dem Rückweg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ruine des Chateau de Gachepouy kommt mir vor wie der Sommersitz des Highlanders.

Wir übernachten heute im Garten der Gite communale in einem kleinen Zelt.

Dieses ist mit Matratzen ausgelegt und so ist es sehr bequem.

 

Nachdem ich mich geduscht habe und meine Wäsche bereits auf der Leine hängt kommen auch die Franzosen, die den großen Schlafsaal in der Herberge beziehen .

Die Dame, die die Gite betreut erklärt uns, dass wir in 2 Tagen die Wahl haben eine Variante, die etwa 7 km weiter als der eigentliche Weg über La Romieu führt, gehen lkönnen. Sie schwärmt geradezu von diesem Ort.

Nun ja, ich überlege mir das noch.

Zum Abendessen kaufe ich mir eine Dose Ravioli, Kekse und eine 0,7 l Flasche Rose.

Wir sitzen noch ein wenig zusammen und unterhalten uns, bevor ich mich mit Klara im Zelt gemütlich mache und noch etwas lese.

Tag 14

 

 

Bis Mittags haben wir nur

Feld- und Waldwege. 

 

 

Ohne einen Menschen zu treffen

gehe ich mit Klara meinen Weg.

Kurz vor Lectour geht es einen kleinen Hügel hoch, wo wir eine Straße überqueren müssen.

Und wie mein Blick nach vorne geht, sehe ich auf der nächsten Anhöhe Lectour.

 

.......und weit in der Ferne zeigen sich mir im Dunst die Pyrenäen.

Ergriffen setze ich mich in den Schatten eines Baums. Mir wird bewusst, wie weit ich inzwischen gekommen bin. Ich denke daran wie ich 2012 kurz vor Altötting die Alpen das

Erstemal sah. Es ist ein besonderer Moment, den ich hier erlebe.

Doch bis ich diese Berge erreiche bin ich noch einige Tage unterwegs. Also weiter....

 

Lectour. Markttag.

Jede Menge Köstlichkeiten werden angeboten.

Ganze Schinken, Würste, Diverse Käsesorten, leckere Süßigkeiten, frisches Obst.

Und nicht zuletzt Wein und der berühmte Armagnac Branntwein.

Ich kaufe mir zwei Nektarinen, setze mich auf eine Bank und lasse den Trubel um mich herum auf mich wirken.

 

 

 

 

Lectour liegt auf einer kleinen Anhöhe

mit tollen Ausblicken auf die umliegende Ebene.

 

 

Am Wegesrand werden immer wieder von den Herbergsbetreibern Werbezettel angebracht.

Und hier lese ich auch die Gite Le Bouron, bei der ich für heute einen Platz reserviert habe.

 

 

 

Croix de la Justice

 

 

 

ein alter Gerichtsplatz

Der kleine Mann ist ganz begeistert von Klara

 

 

 

Die Begeisterung ist leider (für ihn) einseitig


Im Outdoor.Führer wird vor der Aspisviper gewarnt. Sie ist zwar nicht tödlich, aber ihr Gift kann zu allergischen Reaktionen führen.

 

Ich hätte diese (wahrscheinlich kurz vorher vom Traktor erwischt) beinahe übersehen.

Aber nicht so Klara, sie war sehr interessiert, was sie da gefunden hat.

Aber ich konnte sie noch abrufen bevor sie sich den Rest Schlange einverleiben konnte.

 

 

 

Das war dann auch die einzige Schlange die ich bisher auf dem Jakobsweg gesehen habe.

Ich gehe durch Marsolan und fast an der Herberge vorbei. Ein kleines Holztor führt uns in den Hof.

Da es kein Abendessen gibt begebe ich mich mit Klara nach dem Duschen und dem Wäsche waschen nochmal hinauf in den Ort, wo es einen kleinen Tante-Emma-Laden gibt.  Ich kaufe mir 2 Dosen Ölsardinen, ein kleines Baguette sowie eine kleine Flasche Rotwein.

Und trinke vor Ort gleich noch ein kaltes Panache.

Inzwischen ist die Herberge voll.

 

Ich teile mir das Zimmer mit einem italienischen Ehepaar, das ich bereits vor zwei Tagen kurz getroffen habe, einem Franzosen sowie einem Amerikaner.

Abends sitzen wir im Hof zusammen, wo sich noch ein Ehepaar aus Würzburg sowie zwei weitere Franzosen einfinden.

Tag 15

 

 

Morgens sind wir mit die ersten die sich auf den Weg machen.

Außer einigen Pilgern ist nur der Fasan unterwegs.

Auf der Suche nach Futter oder Hühnern.

 

 

Es scheint ein schöner Tag zu werden.

 

Ich komme wahrscheinlich nie mehr in diese Gegend und die nette Dame in Castet hat so von La Romieu geschwärmt.

Also fällt mir die Entscheidung die längere Variante zu gehen recht leicht.

 

Es geht immer sanft auf- und abwärts über Feld- und Waldwege. 

 

 

 

 

Kurz nachdem ich nochmal eine Trinkpause eingelegt habe,

Wasser für Klara, Wasser für mich,

sehen wir die Stiftskirche Saint-Pierre vor uns. Ein toller Anblick.

Der Weg hat sich schon gelohnt.

 

 

 

Auch Andrew, der Amerikaner (vorn links mit roten Haaren), sowie zwei der Franzosen, die mit mir in Le Bourdon übernachtet haben, sind die Variante gegangen. 

 

Das ist ein gemeinsames Panache wert.


à votre santé

 

 

Ich lasse Klara sowie meinen Rucksack bei dem netten Mademoiselle des Touristikbüros

und besichtige die Kathedrale mit ihrem herrlichen Kreuzgang.

Und da ich schon mal bei der Besichtigung bin erklimme ich auch den Turm und geniese den Blick in die Ferne und auf den Kircheninnenhof.

 

 

Ich kann nur jedem Pilger empfehlen

La Romieu zu besuchen. 

 

 

Wir setzen unseren Weg fort.

 

 

In Condom angekommen gehen wir erstmal die Musketiere besuchen.

 

Danach begeben wir uns zur Gite Le Champ dÉtoiles. 

Diese liegt direkt an einer breiten Straße und macht von aussen einen nicht gerade berauschenden Eindruck. Doch wie so oft täuscht der erste Eindruck.

Denn als wir das breite Tor durchgehen befinden wir uns in einem wunderschönen Garten, der so recht zum entspannen einlädt. Die Gite ist sehr sauber und einladend.

Und die Herbergsmutter, Anne-Charlotte ist ein ganz freundliche. Sie meint, Klara darf sich im Haus frei bewegen, nur die Küche ist tabu. Da der Küchenboden als einziger Boden im Haus blau gestrichen ist (warum auch immer.....) verwarne ich Klara zweimal, als sie diesen Boden betreten will. Danach betritt sie keinen blauen Boden mehr.

Wieder sind die beiden Italiener da, mehrere der Franzosen, die ich bereits kenne sowie ein Motorradpilger aus dem Saarland. Und ich lerne Ruth aus Bamberg kennen.

Wir sind zu zehnt beim üppigen und sehr guten Abendessen. Die Mousse zum Nachtisch hat Charlotte selbst gemacht.

für Anregungen und Begeisterungsäußerungen

Kommentare: 23
  • #23

    Manfred & Bedriye (Freitag, 12 Mai 2017 15:30)

    Salut Peter und Klara

    Wir sind uns letztes Jahr in Condom begegnet, am Tag unserer Rückreise in die Schweiz (eine Foto der Begegnung haben wir sogar bei deinem Bericht 2016, Teil 2 gefunden :-)

    An Ostern 2017 sind wir wieder in Condom aufgebrochen und zunächst durch Haut Armagnac, danach Bas Armagnac (unbedingt den Armagnac probieren!) in den Frühling im Baskenland gelaufen. War wunderbar. Die ersten Tage war es angenehm warm. Dann frischte es auf und am 25.04. gab es einen Wetterwechsel. In Saint-Jean-Pied de Port, am Tag vor der Überquerung der Pyrenäen, fiel Schnee bis auf 800 m runter und es war entsprechend kalt (zum Glück hatten wir Handschuhe eingepackt!).

    Der Aufstieg zum Col Lepoeder (1430 m.ü.M.) erfolgt auf 20 km, die ersten 8 geht es von 170 m.ü.M. richtig steil bergauf, denn 12 km gemächlicher aufwärts bis zum Pass und danach 6 km abwärts durch einen wunderbaren Buchenwald in frischem Frühlingsgrün (ohne Schnee) nach Roncesvalles. Für die Strecke benötigten wir, nach 230 km so richtig eingelaufen , 5,5 Stunden.

    Ab Saint-Jean-Pied-de-Port (hier beginnen viele mit dem Caminio) trifft man andere Pilger an als in der Schweiz und in Frankreich - es wird internationaler. Es hat (viele) Südkoreaner, Brasilianer, Kanadier, US-Amerikaner, Engländer, Holländer, Deutsche, Italiener und natürlich auch Spanier, für die der Camino fast schon ein "Must" ist. Fertig schien es mit der Beschaulichkeit, die wir in Frankreich so geschätzt haben. Doch die vielen "neuen" Pilger verteilen sich dann auf den Weg-Kilometern doch ziemlich, so dass man/frau über weite Strecken alleine läuft.

    Nun sind wir in Pamplona angelangt - es sind nur noch 750 km bis Santiago de Compostela und weitere etwa 90 bis Finisterre, während 1600 km hinter uns liegen (ab/seit Konstanz). Da könnte einen fast schon die Wehmut erfassen, dass es bald zu Ende geht. Doch das Virus ist heftig und trägt bestimmt dazu bei, neue (Jakobs- und andere) Wege zu beschreiten, aber das kennst du ja.

    Mit einem herzlichen Ultreïa aus der Schweiz, Manfred & Bedriye

  • #22

    Natur Provence (Montag, 20 März 2017 13:10)

    Hallo, bin selber seit Jahren immer mal wieder kurze Strecken auf Abschnitten des Jakobsweges unterwegs und auf der Suche nach Erläuterungen zur Via Gebenensis auch auf Deine Beschreibung gestoßen, die ich wunderbar finde.
    Schade nur, das keine der besuchten Internetseiten die gefundenen Unterkünfte beim Namen nennt: Das wäre doch hilfreich, weil ich fürchte, dass man in der "France profonde" kaum mehr als einfachste Herbergen findet , die weniger nach meinem Geschmack sind.
    Und zu Deiner Beruhigung: "Infusionen" für einen Euro sind ein preiswerter Kräutertee, z.B. Pfefferminze.
    Alles Gute und weiter viel Spaß mit Klara

  • #21

    Timber von der Lotoskrone (Samstag, 25 Februar 2017 15:24)

    Liebe Klara!
    Ich habe Dich letzten November in Karlsruhe in so `ner riesigen Messehalle gesehen, und kam nicht umhin, Dich heimlich zu bewundern, wie ruhig und souverän Du auf auf dem Tisch beim Messestand Deines Herrchens gesessen hast, während er sich mit meinem Fraule & Familie (auch über mich!) unterhielt. Ich habe Dich angehimmelt; Du hast mich vielleicht gar nicht bemerkt? Ich war der 8 Monate alte Zwergpudel in apricot. Ich heiße Timber; das ist Englisch und bedeutet unter Holzfällern "Baum fällt!"Mein Fraule hat mir bis jetzt die Hälfte des Berichts über Eure große Wanderung auf dem Jakobsweg vorgelesen, und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Du kannst froh sein, dass Du so ein Herrle hast, das Dir ein schönes, spannendes Leben bereitet. Aber mir geht`s auch sehr gut mit meinem Fraule. Ich habe einen großen Freundeskreis und bin viel draußen. Ich hoffe, ich werde auch mal so wie Du, wenn ich erwachsen bin. Es grüßt Dich/Euch Timber aus Regensburg

  • #20

    Kirsten (Dienstag, 10 Januar 2017 19:37)

    Ich bastel gerade eine Internetseite über die Jakobswege mit allen potentiellen Kombinationsmöglichkeiten. Dabei ist mir euer Bericht Hohenzollerischer Jakobsweg über den Weg gelaufen. Wo habt ihr die Reisebeschreibung her? Wer ist für die Strecke zuständig? Gerne würde ich eure Seite mit einbinden, gerade weil ihr mit Tieren Erfahrung auf dem Jakobsweg habt. Was meint Klara zu der Pilgerreise? Kommentare gerne auf chemindecompostelle.de oder auf g+

  • #19

    Harry Biberstein (Mittwoch, 12 Oktober 2016 16:46)

    Mittwoch 12.10.16

    Hallo Peter,
    mit Tränen in den Augen, habe ich deinen schönen Bericht gelesen!!!
    Ich kann heuer meinen geplanten Weg von Le Poy durch Frankreich nicht fortsetzen(Krankheit).
    Im nächstes Jahr, da werde ich es hoffentlich schaffen.
    Viele Streicheleinheiten an Klara, herzliche Grüsse von Sabine, Robert, Harry und Fritzi

  • #18

    Christian (Freitag, 12 August 2016 17:34)

    Heureux d'avoir passé un bon moment en ta compagnie et aussi avec klara. Tu sais que je suis son meilleur ami depuis que je lui ai donné à manger. Bonne continuation à toi. Christian

  • #17

    Claudia Hieber (Dienstag, 26 Juli 2016 20:46)

    Hallo Peter
    Durch Zufall bin ich auf deinen tollen Blog gestolpert.
    Klara ist sicher eine tolle Pilgerin!

  • #16

    Eleonore Roßmann (Sonntag, 24 Juli 2016 11:51)

    Hallo, eine wunderschöne Seite habe ich hier gefunden. Interessant, informativ und manchmal auch ziemlich lustig, ehrlich und liebevoll. Ich laufe auch sehr viel mit meinen 3 Hunden, wobei 2 Zwergpudel dabei sind. Auf die Pudel reagieren die Leute im allgemeinen positiv. Ich wünsche weiterhin viel Spaß und kleine Abenteuer. LG sende Eleonore

  • #15

    Hiltrud mit Cesar (Mittwoch, 13 Januar 2016 22:07)

    Hallo Klara habe mit Spannung deinen Bericht gelesen. Da hast du ja wieder etliche Kilometer mit Herrchen hinter dich gebracht. Hast du toll gemacht.

  • #14

    Sissi (Montag, 14 Dezember 2015 18:48)

    Lieber Peter,

    ein so toller Mensch hat einen so tollen Hund von Herzen verdient, es rührt einen zu Tränen, wenn man deine Zeilen, bzw. die Zeilen von Klara liest. Ihr seid ein tolles Paar, ich wünsche euch Beiden auf all euren gemeinsamen Wegen allezeit die Sonne im Herzen, Gesundheit und Lebensfreude. Ich freue mich sehr, euch bald wieder pers. sehen zu dürfen., Gruß an KLARA!!!! und auch an Sabine und Maxi. Herzlichst Sissi, Markus, Lukas und November

  • #13

    Monika (Mittwoch, 11 November 2015 19:33)

    hallo Peter,
    hab mit großer Begeisterung deinen neuesten Bericht gelesen.
    Auch mich hat das Pilgerfieber ergriffen. Liebe Grüße

  • #12

    Natascha (Mittwoch, 11 November 2015 18:09)

    Hallo Peter
    Habe eben kurz deinen Bericht überflogen. Und damit gerade wieder ein bisschen "Heimweh" nach dem Camino bekommen. Bin nun seit 3 Wochen wieder zu Hause....

  • #11

    Hiltrud (Sonntag, 08 November 2015 09:47)

    Hallo Klara und Peter habe mit viel Spannung euren Pilgerbericht erwartet und gelesen.Sehr schön und ich finde es toll, dass Klara so tapfer mitläuft.

  • #10

    Stephan (Samstag, 03 Oktober 2015 14:44)

    Sehr schöne Seite.Hast wohl auch wie viele Andere das Pilgerfieber ;-)

  • #9

    Ellen (Dienstag, 24 März 2015 10:32)

    Hallo Klara!
    Ein wunderschöner Bericht, wie immer, fast als wäre man mit gewandert. Naja, außer Atem kamen wir hier nicht und nass sind wir auch nicht geworden, aber genossen haben wir es den Bericht zu lesen.

  • #8

    Hiltrud (Montag, 23 März 2015 20:33)

    Danke Klara für deinen wunderschönen Reisebericht über euren Wanderbericht der Pilgerreise 2014. Wunderschön ich freue mich schon auf 2015 den du mit deinem Herrchen hoffentlich unternehmen kannst .

  • #7

    Hiltrud (Montag, 19 Januar 2015 20:54)

    Montag,19. Januar 2015
    Wunderschöne Wanderungen von Klara und Peter.
    Habe sämtliche Berichte gelesen .Einfach klasse , dass Klara alles erlebt hat .

  • #6

    Christine (Donnerstag, 16 Oktober 2014 07:53)

    Als wenn wir selbst :-) mit gelaufen wären..... Vielen Dank mein Bruder für diesen interessanten und kurzweiligen Bericht!

  • #5

    e.socher (Sonntag, 12 Oktober 2014 21:56)

    Hallo Ihr Zwei,

    klasse die Berichte, wir - die Königinnen und ich - würden am Liebsten gleich los laufen!!!
    Finden es klasse, dass jetzt die Bilders gleich beim Bericht dabei sind! Die Zweibeinige war schon an vielen Stellen Eurer Pilgerreise in der BRD, Österreich und der Schweiz und hat daher noch mehr Sehnsucht empfunden beim Lesen Eures Pilgerberichts! Die vielen Kirchen mit den vielen Namen machen uns allerdings a weng atemlos....
    Aber... wir und vor allem die Zweibeinige hatten heute am Sonntag viel Freude beim Lesen Eurer homepage über das Pilgern!!!
    Liebe Grüße Ellen mit Fajar und Schneewittchen

  • #4

    Manuel (Donnerstag, 14 August 2014 16:03)

    Back home after meeting "unterwegs" between Treib and Wattenwil. Many crossings in the trail . Good luck Caminante !

  • #3

    Ohana (Freitag, 21 Februar 2014 08:22)

    Durch Zufall stieß ich heute auf Eure Site und bin begeistert - von den Berichten sowie von Klara :-)

    Herzliche Grüße und "besucht" uns doch auch ein mal

  • #2

    Diana rieth (Mittwoch, 15 Januar 2014 08:31)

    ein wirklich toller Pilgerbericht. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt. Und Klara ist wirklich ein ganz toller Pilgerpudel, denn ich kenne sie persönlich

  • #1

    Christine Schöll (Mittwoch, 15 Januar 2014 05:26)

    Der schönste Pilgerbericht, den ich jemals gelesen habe - mir war´s als wäre ich mitgelaufen - und ich freue mich schon auf die nächste Etappe.....vielen Dank für diese tolle Berichterstattung, mein Bruder!!! Ohne Klara undenkbar :-)