2015 Teil 1

  

Anreise

Nach dem Klara und ich im letzten Jahr in Yenne die Heimfahrt angetreten hatten, setzten wir uns wieder in die Bahn und fuhren über Zürich, Genf und Lausanne nach Chambery, wo wir den Bus nach Yenne bestiegen.

Dort angekommen bekam ich über das Touristikbüro eine Privatzimmer bei Familie Janin.

Unser Weg für dieses Jahr konnte beginnen.

Nach der langen Bahnfahrt gabs erstmal ein kühles Bier für Herrchen und eine Schale Wasser für Klärchen

Tag 1

Zum Frühstück waren wir schon 3 Pilger. Ein junger Schweizer sowie ein Österreicher mitte 30 Jahren waren abends noch bei Familie Janin abgestiegen. Die beiden wollten erst später losgehen, so machte ich mich mit Klara auf die Socken.

Trübe wars. Der Outdoor (unser Führer) erzählte von tollen Aussichten aufs Tal. Aber ich sah nur trübe Suppe. Und so stiegen wir Schritt für Schritt den Berg hoch. Über wilde, steinige Pfade und durch Kuhweiden gings immer bergauf

bis zum Mont Tournier auf 851 m










auf gut markierten Wegen gehts bergauf

Klara treibt die Kühe aus dem Weg


Und dann sind wir auch schon oben

Nachmittags, als wir auf dem Abstieg waren, kommt auch die Sonne raus und es wird angenehm warm.

Wir wandern durch St. Maurice-de-Rotherens. Das dortige Radiomuseum besuchen wir nicht.

Dafür machen wir etwas später an einer Scheune halt und spendieren Herrchen ein kaltes Bier.....

In St-Genix-sur-Guiers angekommen wenden wir uns wieder ans Touristikbüro und werden zum Campingplatz verwiesen. Dort miete ich uns ein großes Zelt. Nachdem ich mit Klara nochmal draußen Gassi war sehe ich beim zurückkommen die beiden Pilger vom Frühstück. Sie werden gerade vom Campingplatzbesitzer weggeschickt, da alles belegt ist. Doch ich habe noch Platz im Zelt. So treten Guillaume (der Schweizer) und Georg (der Österreicher) in Klaras und mein Leben.

Tag 2

Wir beschliessen am Morgen gemeinsam weiterzuziehen. Für Georg ist es bereits der ca. 75. Tag, er ist von zuhause in Leonding losgepilgert. Guillaume ist den 4. Tag unterwegs, er kommt von Genf.





In Les Abrets ist Flohmarkt. Wir haben ja Sonntag; mit den Wochentagen komme ich unterwegs immer durcheinander.

Wir machen öfter mal Pause. Da Guillaume als einziger von uns Dreien der französischen Sprache mächtig ist, ruft er heute und an den kommenden Tagen bei den Herbergen an. Heute ist es einigermassen schwierig. Mit Hund wollen mehrere Herbergen nicht, manche sind voll besetzt. So gehts am Ende bis Charavines, etwas abseits des Weges. Zwar sag ich den beiden sie brauchen auf Klara und mich keine Rücksicht nehmen, aber davon wollen sie nichts wissen. Und so teilen wir uns abends ein 3-Bett-Zimmer im Beau Rievaux.

                                           Wir laufen......

.....und wir rasten


St. Jakob weist uns den Weg

Tag 3

Wir müssen heute ziemlich steil und lange bergauf. Langsam kommen wir vorwärts, aber oben angekommen haben wir die Strapazen ob des tollen Ausblicks schnell vergessen. Vielleicht liegts auch nur daran, dass wir uns einfach mal so ins Gras legen und kräftig durchschnaufen.

Im Tal unten wieder angekommen machen wir in Le Grand-Lamps gemütlich Getränkepause.

Danach gehts noch

ca. 4 km bis nach

La Frette, wo wir unsere Übernachtung gebucht

haben.

Es ist inzwischen brütend heiß, der Asphalt kocht und ich trage Klara immer mal wieder, wenn sie nicht auf Grün laufen kann.

Angekommen.

Als erstes gibts für die Männer eiskaltes Bier

und für Klara kühles Wasser.




Pilgerwäsche


Nachdem wir erfrischt, frisch geduscht sind und die Wäsche erledigt ist sitzen wir gemütlich mit Francois und Gerard, unseren Herbergseltern, im Hof. Sie erzählen uns von ihrem Urlaub in Irland und dass Gerard nun diplomierter und zertifizierter Whiskey-Tester ist.

Gerard winzert den Hauswein und brennt seinen Schnaps selbst. Nach dem tollen Essen von Francoise gibt es eine Verkostung mit einigen seiner Brände. Ganz stolz ist er auf seinen Viper-Schnaps. Klar, dass wir von dem auch kosten. Mit dem Blick auf den morgigen Tag probieren wir nur einige der Schnäpse; wir wollen ja nicht mit schwerem Kopf pilgern.

Tag 4

Und so geht's am anderen Morgen wieder frisch weiter. Wir kommen nach

La-Cote-St-Andre, dem Geburtsort von Hector Berlioz (1803-1869).

In der zweiten Augusthälfte findet hier immer das grosse Berliot-Musikfestival statt. Da hätten wir bestimmt keinen Platz für unsere Pause in einer kleinen Bar gefunden.

So ziehen wir erfrischt weiter.






wir durchqueren La-Cote-St-Andre

Nachmittags erreichen wir Faramans. Wir gehen ganz hinauf auf den Berg und besuchen die Kirche. Danach setzen wir uns nochmals in eine Bar um etwas zu trinken. Es wird immer heißer und wir haben noch etwa 4 km vor uns.



Endlich Schatten

Unser heutiges Etappenziel


Pommier-de-Beaurepaire


Klar, dass wir wieder bergauf müssen, bevor wir unser Ziel erreichen. Und das nach einer Stunde durch brütender Sonne. Klara weiss inzwischen wie sie in meinem Schatten läuft.

Als wir in Pommier ankommen wissen wir nicht genau wohin, so ruft Guillaume nochmals bei der Unterkunft an. Es stellt sich raus, dass wir gar nicht im Dorf übernachten, sondern ausserhalb. Max, unser Herbergsvater, holt uns mit dem Auto ab. Gut so.

Evelyn, seine Frau, empfängt uns freundlich und stellt uns erstmal ein kühles Bier hin (haben Pilger eigentlich ein Alkoholproblem?). Und dann frag ich nach der Dusche. Ich werde von Evelyn in den 1. Stock geführt, sie zeigt mir das Bad und öffnet dann die Tür zu meinem Zimmer. Geblendet schliesse ich die Augen. Alles rosa.

Ich bin in der honeymoon-suite gelandet!

Klara zeigt sich völlig unbeeindruckt und bezieht ihre Hundedecke.

Inzwischen haben sich noch zwei Mädels angemeldet. Sie werden von Evelyn ebenso mit dem Auto abgeholt wie wir von Max. So sind wir mit Katrin und Sabine, den Mädels aus Jena, fünf Pilger und ein Pudel.

Gemeinsam verleben wir einen vergnügten und kurzweiligen Abend bei einem richtig guten Essen von Evelyn. Und da wir uns so gut verstehen wachsen wir zu einer Fünfer-Pilgergruppe. Eine neue Erfahrung für mich. Klara hat keine Probleme, sie läuft ja sonst auch gut in der Gruppe.

 

Tag 5

Max und Evely fahren uns nach einem ausgiebigen Frühstück wieder zurück nach Pommier-de-Beaurepaire.

Sabine....

....und Katrin  gleich gehts los

 

Evelyn hat toll

für uns gesorgt.


ici je me réveille --- hier wache ich
ici je me réveille --- hier wache ich

Klara möchte eigentlich gar nicht weiter, ihr gefällt es hier recht gut. Sie durfte ja auch auf einem eigenem Sessel sitzen.


Wir schauen uns noch die sehenswerte Kirche an, die mit zahlreichen Bleiglasfenstern und einem Sternenhimmel an der Decke aufwartet.

Paarweise gehts weiter.

 

Katrin und ich lassen uns mit Klara etwas zurückfallen und wir erzählen uns aus unseren Leben und wie wir aufs pilgern gekommen sind.

 

 

Auch Sabine und Guillaume haben sich einiges zu erzählen


Gegen Mittag wird es immer heisser und wir machen in Revel-Tourdan bei der Kirche Rast.

Ich mache kürzer Rast wie die Anderen und laufe mit Klara weiter. Es geht erstmal durch Wald, danach eine längere Strecke wieder in praller Sonne an der TGV-Strecke Paris-Valence entlang. Nachdem wir wieder mal steil bergauf gegangen sind kommen wir an eine Jagdhütte mit Wasserstelle. Dort rastet eine französische Familie und gibt mir Apfelsaft und einen Pfirsich aus. Kurz danach kommen auch die anderen an.

Von hier aus gibt es 2 Wegvarianten. Guillaume und ich nehmen die kürzere. Georg und die Mädels wollen uns später ebenfalls auf diesem Weg folgen.

Und so gehen Klara und ich mit Willi, wie wir unseren jungen schweizer Pilger auch nennen, los.

Der Weg ist neu angelegt und besteht aus kleinen spitzen Steinen. Unlaufbar für Klara.

So nehme ich sie mal wieder auf den Arm (das scheint sie zu geniessen, ich glaub sie grinst heimlich). Das geht so etwa einen 1/2km, bis wieder normaler Feldweg kommt. Ab da läuft sie wieder selbst. Gottseidank laufen wir ab der Jagdhütte im Schatten.

Nach etwa einer Stunde machen wir wieder Pause und legen uns in den Garten eines Bauernhofs. Und wie wir so liegen denke ich mir, ich könnte doch klingeln und nach etwas zu trinken fragen. Und tatsächlich, eine nette Dame öffnet und hat auf mein Fragen für jeden von uns beiden ein kühles Bier. Auf mein Fragen, was es denn koste, sagt sie, es wäre umsonst. Ihr Mann käme aus Hanau bei Frankfurt.

Vielen Dank nochmals dafür.

Und wieder gehts weiter.









Kurz vor Aussieu


unserem


heutigen Ziel






Guillaume befragt St. Jakob

nach dem Weg











La Petite ferme


Klara hat gleich einen Verehrer.





Doof nur für ihn, dass sie ihm die kalte Schulter zeigt....


Auf dem Hof gibts einen Pool

..... Badetag

Und nach einem tollen Abendessen auch ein üppiges Frühstück.

Das nennt man dann wohl Luxuspilgern.


Tag 6

Bevor wir aber alle müde und träge werden packen wir unsere Rucksäcke und es geht wieder auf den Weg. Da wir wieder erst kurz vor neun loskommen steigt die Sonne schnell und es wird brütend heiß. Heute gehts durchs Rhonetal. Das heißt wir gehen erstmal bergab. Nicht nur Klara sucht heute Schatten.

vielleicht wirds am Fluss kühler.....
vielleicht wirds am Fluss kühler.....

 

 

 






Wieviel Pilger

hat dieser Baum

wohl schon

vorbeigehn sehen?










während die einen entspannt pausieren

schaut Georg nach dem Weg


Wir kommen an die Rhone, es ist brütend heiß. Auf dem letzten Stück vor dem Fluß schleppen wir uns dahin, es gibt keinen Schatten. Ich nehme Klara wieder auf den Arm. Zumal wir auf der Brücke, auf der wie den Fluss überqueren nur einen schmalen Fußweg haben.

nur noch diese Brücke, dann sind wir in Chavany
nur noch diese Brücke, dann sind wir in Chavany
Atomkraft......
Atomkraft......

Nachdem wir in Chavany ausgiebig in einer kühlen Bar gekühlte Getränke zu uns genommen haben

(wobei kühl ganz wichtig ist)

geht es für Guillaume, Klara und mich weiter. Die anderen pausieren wieder länger.

Und so führt uns der Weg hinauf Richtung Bessey, unserem heutigen Etappenort.Unterwegs geniessen wir noch ein letztes Mal den fantastischen Ausblick zurück auf das Rhonetal. Vergessen ist die brütende Hitze.

........                                               1000 km von zuhause
........ 1000 km von zuhause

Auf abenteuerlichen Wegen führt uns der Weg bergauf, bergab durch mehrere Täler und Hügel. Wir machen öfter mal Pause. Und als ich denke wir sind gleich da, kommt ein Schild mit "Bessey 4km". Na dann, Rucksack zurechtgerückt und noch eine Stunde vorwärts. Nach 23 km kommen wir in dem kleinen Ort an. Wir haben in der Gemeine-Gite reserviert. Aber leider ist niemand vor Ort. Auch als unsere 3 Mitpilger ankommen ist niemand da, auch nicht telefonisch zu erreichen.

So ziehen wir auf den Campingplatz gegenüber. Da alle einen Schlafsack dabeihaben ist das kein Problem.

Auch die Nächte sind warm und der Platz trocken. Klara okkupert sofort meinen Schlafsack. Aber rutscht netterweise zur Seite, als ich mich auch hinliege.

Wir haben noch einiges an Bier und Wein dabei und so liegen wir abends gemeinsam unter freiem Himmel und Kathrin erklärt uns die Sterne.


Tag 7

Als es hell wird werden wir wach. Es war dann doch eine kurze aber ruhige Nacht.

Nachdem wir unsere Rucksäcke gepackt haben geht´s zum Frühstück.

Pfannkuchen zum Frühstück, ungewöhnlich aber gut
Pfannkuchen zum Frühstück, ungewöhnlich aber gut

Trotz des frühen aufstehens kommen wir auch heute erst gegen 8:00 h los. Und wieder wird es brütend heiss. Wir sind um jeden Meter, den wir im Schatten gehen froh.

Immer wieder legen wir kurze Pausen ein.

Wir durchqueren etliche kleine Weiler.

Kein Mensch ist zu sehen, es ist als ob unsere kleine Pilgergruppe ganz allein auf der Welt ist.

Irgendwann kommt dann auch wieder der unvermeidliche Aufstieg. Georg und Guillaume ziehen los und wir anderen haben die beiden bald aus dem Auge verloren.

Aber auch wir kommen endlich am Croix de St-Blandine an. Hier machen Klara und ich mit Sabine und Kathrin eine längere Pause. Ich starte dann etwas vor den Mädels. Klara möchte am liesten dableiben, aber das finde ich keine gute Idee und so kommt sie eben doch mit.

Wieder gehts über sonnige Feldwege abwärts. Als kurz vor St. Julien-Molin-Molette der Weg in Asphalt übergeht nehme ich Klara wieder auf den Arm, da der Asphalt schon ganz weich vor Hitze ist.


Im Ort angekommen treffe ich auf dem Marktplatz auf meine beiden Pilgerbrüder Georg und Guillaume. Erstmal gibts am Dorfplatz ein kühles Bier für mich, klar dass Klara wie bei jeder Pause Wasser bekommt.

Etwas später kommen auch noch Sabine und Kathrin; unterwegs haben sie noch Marek, den Prager Politik-Studenten aufgelesen, den wir bereits unterwegs gesehen hatten. Er pilgert sehr minimal, schläft fast nur im Freien.

Ich beschliesse der Hitze Tribut zu zollen und hier in St. Julien zu bleiben. Wir haben zwar erst 13 km hinter uns, aber ich will auch Klara schonen. Bis auf Marek wollen auch die anderen hierbleiben und so suchen wir uns ein Quartier. Wir bekommen in der Gite d´Etappe Radio d´Ici ein Zimmer mit 3 Stockbetten.

Wie der Name vermuten läßt ist im Haus ein kleiner Radiosender untergebracht.


Als ich bereits geduscht habe und die Waschmaschine, die wir freundlicherweise benutzen dürfen, für uns alle bestückt habe, gibt es auf dem Gang ein großes Hallo.

Natascha aus Basel, die Georg und Guillaume bereits Tage vorher getroffen haben, ist auch der Meinung, dass es für heute genug ist.

Sie bezieht das letzte freie Bett. Gerade noch rechtzeitig, so kann sie ihre Wäsche auch noch mitwaschen.

Gemeinsam gehen wir

abends Pizza essen.


Sabine und Katrin beschliessen im Laufe des Abends das Ende ihres Pilgerwegs.

In der Gite erkundigen sie sich nach Rückfahrmöglichkeiten. Und wie es der Zufall will, fährt am nächsten Morgen ein Bekannter des Hospitaleros nach Lyon und hat in seinem Auto noch Plätze frei.

Tag 8

So heisst es am Morgen Abschied nehmen von zwei lieben Menschen.

Auch Klara und ich verabschieden uns vom Rest der Gruppe. Ich möchte wieder alleine sein mit Klara und meinen Gedanken.

Die Hitze hat nachgelassen. Und der Weg ist angenehm zu laufen. Es geht bergauf, wie solls auch anders sein. Wald und Felder wechseln sich ab. Wie ich so gehe sticht mich unversehens eine Wespe in die Wade. Da ich allergisch reagiere überkommt mich erstmal Panik und ich sehe mich im Geiste schon auf dem Heimweg. Doch die Reaktion hält sich in Grenzen. Ich bekomme nur eine handtellergroße rote Stelle, die steinhart anschwillt. Aber es geht weiter. Der Stich bleibt mir einige Tage.




Vom Col du Banchette habe ich einen grandiosen Ausblick auf Bourg-Argental tief im Tal des Flusse Deome, meinem Ziel für die Mittagspause.

Dort komme ich auch kurz nach 11:00 an. Als erstes gehe ich in die Kirche. Wie ich wieder ins Freie komme stehen zwei Frauen da und unterhalten sich auf Deutsch. Ich frage, wo sie herkommen. Aus Freiburg, antworten sie, und sie seien auf Pilgerreise.

Komisch, denke ich mir noch, die haben keinerlei Gepäck dabei, da kommen auch noch zwei Männer hinzu. Und gleich darauf bin ich von einer etwa 30-köpfigen Pilgergruppe umgeben. Sie sind mit dem Bus unterwegs, laufen ab und an ein paar Meter und fahren ansonsten von Kirche zu Kirche.

Jeder wie er mag.

Klara und mich schauen sie ganz seltsam an. Ich hab wahrscheinlich genauso zurückgeschaut. Es war für mich ein Erlebnis besonderer Art.

Nachdem ich für Klara neues Futter besorgt habe, will ich den Ort bereits wieder verlassen, da sehe ich Georg, Guillaume und Natascha in einer Bar sitzen. Klar, da gönn ich mir doch auch noch ein Bierchen und ein paar nette Worte.

Laut Outdoor-Führer kommt jetzt einer der schönsten Wegabschnitte der Gebennensis.

Zwar ist die Landschaft wunderschön, wie so viele die ich bisher durchwandert bin. Doch der Weg führt über eine ehemalige Bahntrasse. Heute geht man über eine kleine asphaltierte Landstrasse. Da gibt es angenehmere und noch schönere Wege zu gehen.









Wie geschaffen für ein kleines Tête-à-Tête

Heute übernachten Klara und ich in St.Sauvier-en-Rue in einem Wohnwagen. Er steht auf einem kleinen Campingplatz mit sehr freundlichen Eigentümern.

Rechtzeitig sind wir angekommen, denn kaum ist Klara versorgt und ich geduscht fängt es an zu regnen. Die halbe Nacht stürmt es, doch wir beide sind hier wenigstens im trockenen, der Wohnwagen an sich ist nicht der Neueste. Auf einer Seite getraue ich mich kaum zu stehen aus Angst, dass der Boden durchbricht. Aber was solls, das Bett ist bequem und in Ordnung. Ich kuschel mich in meinen Schlafsack und Klara an mich.

Tag 9

Nach einem französischem Frühstück (Kaffee und Croissant) beschliesse ich heute die Strasse entlang zu gehen. Der Weg, so vermute ich, wird wohl nach dem langen und heftigen Regen recht rutschig sein.

Und so machen sich Klara und ich auf den Weg.

Auf dem Col de la Tracol überqueren wir die Grenze zum Département Haut-Loire.

 

Wolken ziehen über die Landschaft.


Mittags rasten wir am Fluß Duniere, etwas abseits des Weges

derweil

ziehen Wolken über die Landschaft


Unterwegs, an einer längeren Steigung, werden wir von zwei Radfahrern angesprochen. Wie es sich herausstellt kommen sie von der Ostalb. Sie pilgern ebenfalls und haben sich als heutiges Ziel Le Puy gesetzt. Für mich noch 3 Tagesetappen.

Wir erreichen das festlich geschmückte Montfaucon-en-Velay.

Die Gite d´Etappe Chapelle Notre-Dame

ist heute unser zuhause. Wir teilen die Unterkunft mit Sibi, die bereits in Bessey auf dem Campingplatz unsere Nachbarin war, sowie einer jungen Berlinerin und Elisabeth, einer Französin.

Ich sondere mich aber von den Mädels ab und gehe abends, nach einer Pizza und einem Bier ganz in der Nähe, früh zu Bett.

 

      Notre-Dame-de-Montfaucon



spartanisch


aber


sauber


Tag 10

Da ich mit Klara wieder alleine unterwegs bin hole ich mir beim Bäcker nur einen Kaffee und 2 Croissants und marschiere in den Frühnebel hinein.

Über Feldwege und kleine Landstrassen gehts Richtung Tence am Fluss Lignon.

Als Klara und ich aus der dortigen Kirche komme sitzt eine Katze vor dem Eingang. Und schon ist Klara auf Katzenjagd. Sie kommt aber nicht weit, da die Katze ihr Revier kennt und durch ein Loch im Nachbarzaun entkommt.



Wir verlassen Tence mit einem letzten Blick

auf die dreibogige Brücke über den Lignon.


Kurz vor Tence begann es kurz zu regnen.

Doch nun kommt so langsam wieder die Sonne zum Vorschein.


Wir kommen auf ca. 1000 Meter Höhe in das kleine 800-Seelen-Dorf St. Jeures. Dort besuche ich einen kleinen Gemischtwarenladen, in dem es auch kleine Bar gibt. Klara bekommt ihr Wasser und ich gönne mir ein Mittagsbier. Die nette, ältere Besitzerin ruft mir freundlicherweise in Araules an, wo ich die nächste Nacht unterkommen möchte.

Dann gehts weiter.

In einem der nächsten Orte treffe ich wieder auf Marek, den tschechischen Studenten.

Wir unterhalten uns während wir weitergehen. Und als ich ihm erzähle, dass ich nur noch bis Araules möchte, meint er, wir seien gerade durch diesen Ort gegangen.

Na, da ist doch im Outdoor-Führer tatsächlich ein falsches Foto von Araules.

Also tschüss zu Marek und wieder zurück.

 

 

Wir kommen bei Familie Parbet unter.

Sie wohnen in einem uralten Steinhaus mit meterdicken Wänden und einem mannshohen Kamin im Wohnzimmer.

Als wir ankommen frißt Klara erstmal die Schüssel von Jack-Russel-Terrier Pirat leer und schmeisst sich dann auf´s Sofa.

Sie darf das meint Mdme. Parbet.

Pirat ist ganz verliebt in Klara, aber sie zeigt ihm nur die kalte Schulter.

 

Ich mach noch einen kurzen Spaziergang durch den kleinen Ort und treffe auf dem Marktplatz wieder einmal auf meine drei Pilgerfreunde Georg, Guillaume und Natascha. Sie wollen heute noch einiges weiter wie ich.

Abends sitze ich mit Herrn und Frau Parbet gemütlich beisammen. Obwohl die beiden kein deutsch sprechen und ich kein französisch unterhalten wir uns doch prächtig.

Tag 11

Auch hier bekomme ich ein tolles Frühstück mit selbstgemachter Marmalade.

Nachdem sich Klara auch von Pirat verabschiedet hat machen wir uns wieder auf den Weg.

Den ersten Teil des Weges kennen wir ja schon vom gestrigen Tag.





Bald erreichen wir den höchsten Punkt auf der via gebennensis.

Es bläst ein kühler Wind hier oben.

Unsere Mittagspause machen wir in Queyrieres. Das ist jetzt der Ort, den wir auf dem Bild im Outdoor-Führer erkennen.

Im Hintergrund tauchen jetzt auch die ersten Vulkankegel auf. Mir wird nun bewusst, dass ich mich mitten im Zentralmassiv befinde.


unser Weg führt uns entlang des kleinen Flusses Suméne

St. Julien-Chapteuil.

Hier besuchen wir die Kirche aus dem 12. Jh. bevor wir im Ort rasten.


Ich beschliesse die Wegvariante über St. Pierre Eunac zu gehen. Der eigentliche Weg führt weiter im Tal am Suméne entlang, meine Variante steigt auf die Höhe.

Das wusste ich nicht, aber ich werde nicht enttäuscht.

Kurz nach einer Wegbiegung bietet sich mir ein atemberaubender Blick in die Ferne.

Und dort unten im Tal liegt Le Puy en Valey.

Klara und ich haben etwa die Hälfte unseres Weges von Chesny Krumlov nach Santiago de Compostella hinter uns.

 

Wir übernachten in der Gite La Fontain.

Später kommt auch Sibi. Gemeinsam sitzen wir nach dem Abendessen vor der Gite, geniessen die Ruhe und sehen der Sonne zu, wie sie langsam versinkt.

Tag 12

Ich gehe einiges früher wie Sibi los.

Der Blick ins Tal hat getäuscht. So nahe wie es aussah liegt Le Puy nicht. Klara und ich müsssen erstmal wieder runter ins Tal.

................................................................................................................. Morgenstimmung
................................................................................................................. Morgenstimmung




Wir überqueren in Brive-Charensac die Loire, die sich uns im Sonnenlicht spiegelglatt präsentiert.



Am Ufer gehen drei Damen mit Pudel spazieren.



Sie sieht meiner Vroni, der Vorgängerin Klara´s , verblüffend ähnlich.



Die Pont des Chartreux aus dem 15. Jh.


Die Chapelle St. Michelle d´Aiguilhe hoch oben auf ihrer Basaltnadel.

Eigentlich wollte ich hinauf. Aber als ich sehe, wie sich der Weg ziemlich frei emporschlängelt lass ichs lieber bleiben.

So ganz schwindelfrei bin ich nicht.

Klara und ich begeben uns ins Stadtzentrum.

Zuerst besuchen wir die Kathedrale Notre Dame de Francs aus dem 12. Jh. Sie ist seit 1988 Weltkulturerbe der UNESCO.


Impressionen aus Le Puy

Leider bekomme ich in der Kathedrale keinen Stempel. Und so begeben wir uns nach unten in die Altstadt. Zimmersuche ist angesagt. Auf dem Weg zum Touristikbüro werde ich auf einmal mit meinem Namen gerufen. Guillaume, der hier von seinen Eltern abgeholt wird. Na das ist ein Hallo. Wir machen nochmal gemeinsam Fotos und verabschieden uns ein letztes Mal.

Eine nette Dame im Touristikbüro besorgt mir ein Bett in der Gite des Hotel Capucins. Wir werden in einem kleinen Zimmer mit 2 Stockbetten untergebracht. Rucksack abliefern und duschen und wieder rein ins Getümmel der Altstadt.

Kurz darauf sehe ich Natascha auf einer Parkbank sitzen. Sie schreibt Postkarten nach Hause. Und sie erzählt mir, dass es in der Kathedrale einen ganz tollen Pilgerstempel gäbe. Ganz vorn, in dem kleinen Laden.

Na dann, nochmal hoch. Und tatsächlich, ich bekomme meinen Stempel. Dabei lasse ich mich gleich alls Pilger registrieren und meine Tattoos, sowie Klaras Halsband werden fotografiert.

Anschliessend gönne ich mir eine Pause auf dem Place du Plot, dem Pilgertreffpunkt. Hier endet die via gebennensis und beginnt die via podiensis. Es herrscht ein buntes Treiben. Strassenmusikanten spielen auf.

George und Natascha kommen auch und so verbringen wir noch zu dritt einen netten Abend in Le Puy.

Gegen 21:30 geh ich mit Klara zurück in unser kleines Pilgerzimmer. Es sind noch 2 andere Pilger da, aber wir sprechen nicht viel und löschen recht schnell das Licht.

Und um 0:02 kommt doch tatsächlich noch ein 4. Mann. Klara tobt erstmal, ich kann sie aber schnell beruhigen, der späte Gast bezieht sein Bett über uns und wir verbringen dann doch noch eine ruhige Nacht.

Tag 13

6:30 - wir sind bereits wieder unterwegs.







Ein letzter Blick auf die Kathedrale.

 




Wir erreichen

das Vulkanplateau des Velay.

 



Nochmals schaue ich zurück auf die Basaltkegel Le Puys.

 










Auf teilweise abenteuerlichen Wegen schlängelt sich der Weg durch die Landschaft.

Und in so manchen kleinen Dörfern werden wir von den ansässigen Hunden argwöhnisch beobachtet. Klara macht einfach so, als ob sie unsichtbar wäre.







Am Wegrand schmiegt sich die Chapelle Saint-Roch in die Landschaft als ob sie ein Teil derselben ist.

Kurz danach machen Klara und ich in Montbonnet Rast bevor uns der Weg nochmals auf 1200 m Höhe führt. Von da ab geht´s bergab.












Als wir Saint-Privat-d´Allier erreichen ziehen dicke Wolken auf.

Ob wir trocken bleiben?


Leider nicht. In Saint-Privat schüttet es wie aus Kübeln. Ich versuche noch ein Quartier zu finden, aber ohne Erfolg. So gehen wir, da im Outdoor vom Weg durch die Schlucht bei Regen abgeraten wird, auf der Strasse die 5 km hinunter ins Tal bis Monistrol-d´Allier. Dort bekommen wir beide ein Zimmer im Hotel Le Pain du Sucre.

Erstmal trockne ich Klara, danach, dusche ich. Inzwischen hat der Regen wieder aufgehört und wir unternehmen einen kleinen Spaziergang an den Allier.

 


Tag 14






Nach einem reichhaltigen Frühstück machen wir uns bei Zeiten auf den Weg.




Pause mit Aussicht






Kurze Zeit später liegt Monistrol tief unter uns in der Allier-Schlucht







er wäre gern mitgegangen......



Vor uns liegt Saugues.

Der Ort ist durch die Bestie vom Gévaudan bekannt.

Im 18. Jahrhundert wurden in dieser Gegend über 100 Frauen und Jugendliche ermordet. Der Täter wurde nie gefasst. Die einen vermuten es war ein Wolf oder streunender Hund, die anderen glauben an einen Serienmörder.



Heute lebt der Ort ruhig und beschaulich mit seiner Legende. Ein Museum über die Bestie wurde eingerichtet.


Ich kaufe wieder neues Futter für Klara und für mich Getränke und wir machen eine längere Pause.

Le Falzet, unsere heutige Gite. Leider darf Klara nicht in der Herberge schlafen.

Und so richte ich ihr ein Strohlager.

Nachdem sie sich ruhig verhält geht das so, sonst hätte ich bei ihr im Stroh geschlafen.


Kurze Zeit später kommt noch ein französisches Paar mit einem kleinen Yorkie. Auch er bekommt ein Strohlager, aber im Gegensatz zu Klara, die sich einfach zusammenrollt und den Schlaf der Gerechten schläft, weint er ein wenig und wird von Frauchen noch getröstet.

Inzwischen sind wir, mit noch einem weiteren französischen Ehepaar und Arielle, einer netten Französin, die bereits die zweite Nacht hier verbringt, 6 Pilger. Und da wir uns auf einem Bauernhof befinden werden wir hervorragend bewirtet.

 

 

 

 

 

 

Vor dem Abendessen hat

es nochmals kurz geregnet und die Sonne malte einen Regenbogen über die Landschaft.

Tag 15

Diese Nacht waren wir das erstemal getrennt. Ich hab öfter mal rübergehorcht, aber Klara hat sich ruhig verhalten. Gleich morgens bin ich zu Klara gegangen; ich musste sie erstmal wecken. Aber dann hat sie sich riesig gefreut, dass ich wieder da bin. 








ausgelassen tobt Klara vor mir über den Weg










wir befinden uns nun auf dem Margeride-Hochland, einer kargen und dünn besiedelten Landschaft.


beinahe hätte ich den Wegweiser übersehen.

kommst du?


Infusionen für 1 € ???
Infusionen für 1 € ???



vielleicht kommt sie doch raus und spielt mit mir




Heute sind wir beiden ganz alleine unterwegs.

Nicht einmal Vögel sind zu sehen oder zu hören.






Erst an der Domain du Sauvage, einer alten Herberge, die ursprünglich von den Templern gegründet wurde, treffen wir wieder auf ein Lebewesen.

Ein Pilgeresel wartet dort geduldig auf seinen Pilger.

Klara ist ganz hingerissen von ihm.

Ich merke, dass sie Esel mag. 


Im Gegensatz zu Pferden.


Denn etwas später steht eine ganze Herde im Wald. 2 davon kommen neugierig näher und wollen Klara beschnüffeln. Aber ihr ist das nicht ganz geheuer und so ziehen wir zügig weiter.

An der Grenze der Departements

Haute Loire und Lozere 

steht die Kapelle des Heiligen Rochus.

Leider ist sie abgeschlossen.


Beim Abstieg nach Le Rouget überholt uns eine Pilgerin mit ihrem Australian Shepard.

Sie führt ihn an der Leine und hat es anscheinend richtig eilig, denn ebenso schnell wie sie aufgetaucht ist, verschwindet sie auch wieder aus unserm Blickfeld und wurde nie wieder gesehen.

Schade......

Vor uns liegt La Rouget


die untern beiden sind

der Peter und die Klara







Wir übernachten auf dem Bauernhof  La Croix du Plo mit

dem Geschwisterpaar Daniel und Claude sowie einer Pariser Familie mit 4 Kindern. Da geht´s lustig zu beim gemeinsamen Abendessen.


die Pariser sind mit einem Esel unterwegs....
die Pariser sind mit einem Esel unterwegs....

für Anregungen und Begeisterungsäußerungen

Kommentare: 23
  • #23

    Manfred & Bedriye (Freitag, 12 Mai 2017 15:30)

    Salut Peter und Klara

    Wir sind uns letztes Jahr in Condom begegnet, am Tag unserer Rückreise in die Schweiz (eine Foto der Begegnung haben wir sogar bei deinem Bericht 2016, Teil 2 gefunden :-)

    An Ostern 2017 sind wir wieder in Condom aufgebrochen und zunächst durch Haut Armagnac, danach Bas Armagnac (unbedingt den Armagnac probieren!) in den Frühling im Baskenland gelaufen. War wunderbar. Die ersten Tage war es angenehm warm. Dann frischte es auf und am 25.04. gab es einen Wetterwechsel. In Saint-Jean-Pied de Port, am Tag vor der Überquerung der Pyrenäen, fiel Schnee bis auf 800 m runter und es war entsprechend kalt (zum Glück hatten wir Handschuhe eingepackt!).

    Der Aufstieg zum Col Lepoeder (1430 m.ü.M.) erfolgt auf 20 km, die ersten 8 geht es von 170 m.ü.M. richtig steil bergauf, denn 12 km gemächlicher aufwärts bis zum Pass und danach 6 km abwärts durch einen wunderbaren Buchenwald in frischem Frühlingsgrün (ohne Schnee) nach Roncesvalles. Für die Strecke benötigten wir, nach 230 km so richtig eingelaufen , 5,5 Stunden.

    Ab Saint-Jean-Pied-de-Port (hier beginnen viele mit dem Caminio) trifft man andere Pilger an als in der Schweiz und in Frankreich - es wird internationaler. Es hat (viele) Südkoreaner, Brasilianer, Kanadier, US-Amerikaner, Engländer, Holländer, Deutsche, Italiener und natürlich auch Spanier, für die der Camino fast schon ein "Must" ist. Fertig schien es mit der Beschaulichkeit, die wir in Frankreich so geschätzt haben. Doch die vielen "neuen" Pilger verteilen sich dann auf den Weg-Kilometern doch ziemlich, so dass man/frau über weite Strecken alleine läuft.

    Nun sind wir in Pamplona angelangt - es sind nur noch 750 km bis Santiago de Compostela und weitere etwa 90 bis Finisterre, während 1600 km hinter uns liegen (ab/seit Konstanz). Da könnte einen fast schon die Wehmut erfassen, dass es bald zu Ende geht. Doch das Virus ist heftig und trägt bestimmt dazu bei, neue (Jakobs- und andere) Wege zu beschreiten, aber das kennst du ja.

    Mit einem herzlichen Ultreïa aus der Schweiz, Manfred & Bedriye

  • #22

    Natur Provence (Montag, 20 März 2017 13:10)

    Hallo, bin selber seit Jahren immer mal wieder kurze Strecken auf Abschnitten des Jakobsweges unterwegs und auf der Suche nach Erläuterungen zur Via Gebenensis auch auf Deine Beschreibung gestoßen, die ich wunderbar finde.
    Schade nur, das keine der besuchten Internetseiten die gefundenen Unterkünfte beim Namen nennt: Das wäre doch hilfreich, weil ich fürchte, dass man in der "France profonde" kaum mehr als einfachste Herbergen findet , die weniger nach meinem Geschmack sind.
    Und zu Deiner Beruhigung: "Infusionen" für einen Euro sind ein preiswerter Kräutertee, z.B. Pfefferminze.
    Alles Gute und weiter viel Spaß mit Klara

  • #21

    Timber von der Lotoskrone (Samstag, 25 Februar 2017 15:24)

    Liebe Klara!
    Ich habe Dich letzten November in Karlsruhe in so `ner riesigen Messehalle gesehen, und kam nicht umhin, Dich heimlich zu bewundern, wie ruhig und souverän Du auf auf dem Tisch beim Messestand Deines Herrchens gesessen hast, während er sich mit meinem Fraule & Familie (auch über mich!) unterhielt. Ich habe Dich angehimmelt; Du hast mich vielleicht gar nicht bemerkt? Ich war der 8 Monate alte Zwergpudel in apricot. Ich heiße Timber; das ist Englisch und bedeutet unter Holzfällern "Baum fällt!"Mein Fraule hat mir bis jetzt die Hälfte des Berichts über Eure große Wanderung auf dem Jakobsweg vorgelesen, und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Du kannst froh sein, dass Du so ein Herrle hast, das Dir ein schönes, spannendes Leben bereitet. Aber mir geht`s auch sehr gut mit meinem Fraule. Ich habe einen großen Freundeskreis und bin viel draußen. Ich hoffe, ich werde auch mal so wie Du, wenn ich erwachsen bin. Es grüßt Dich/Euch Timber aus Regensburg

  • #20

    Kirsten (Dienstag, 10 Januar 2017 19:37)

    Ich bastel gerade eine Internetseite über die Jakobswege mit allen potentiellen Kombinationsmöglichkeiten. Dabei ist mir euer Bericht Hohenzollerischer Jakobsweg über den Weg gelaufen. Wo habt ihr die Reisebeschreibung her? Wer ist für die Strecke zuständig? Gerne würde ich eure Seite mit einbinden, gerade weil ihr mit Tieren Erfahrung auf dem Jakobsweg habt. Was meint Klara zu der Pilgerreise? Kommentare gerne auf chemindecompostelle.de oder auf g+

  • #19

    Harry Biberstein (Mittwoch, 12 Oktober 2016 16:46)

    Mittwoch 12.10.16

    Hallo Peter,
    mit Tränen in den Augen, habe ich deinen schönen Bericht gelesen!!!
    Ich kann heuer meinen geplanten Weg von Le Poy durch Frankreich nicht fortsetzen(Krankheit).
    Im nächstes Jahr, da werde ich es hoffentlich schaffen.
    Viele Streicheleinheiten an Klara, herzliche Grüsse von Sabine, Robert, Harry und Fritzi

  • #18

    Christian (Freitag, 12 August 2016 17:34)

    Heureux d'avoir passé un bon moment en ta compagnie et aussi avec klara. Tu sais que je suis son meilleur ami depuis que je lui ai donné à manger. Bonne continuation à toi. Christian

  • #17

    Claudia Hieber (Dienstag, 26 Juli 2016 20:46)

    Hallo Peter
    Durch Zufall bin ich auf deinen tollen Blog gestolpert.
    Klara ist sicher eine tolle Pilgerin!

  • #16

    Eleonore Roßmann (Sonntag, 24 Juli 2016 11:51)

    Hallo, eine wunderschöne Seite habe ich hier gefunden. Interessant, informativ und manchmal auch ziemlich lustig, ehrlich und liebevoll. Ich laufe auch sehr viel mit meinen 3 Hunden, wobei 2 Zwergpudel dabei sind. Auf die Pudel reagieren die Leute im allgemeinen positiv. Ich wünsche weiterhin viel Spaß und kleine Abenteuer. LG sende Eleonore

  • #15

    Hiltrud mit Cesar (Mittwoch, 13 Januar 2016 22:07)

    Hallo Klara habe mit Spannung deinen Bericht gelesen. Da hast du ja wieder etliche Kilometer mit Herrchen hinter dich gebracht. Hast du toll gemacht.

  • #14

    Sissi (Montag, 14 Dezember 2015 18:48)

    Lieber Peter,

    ein so toller Mensch hat einen so tollen Hund von Herzen verdient, es rührt einen zu Tränen, wenn man deine Zeilen, bzw. die Zeilen von Klara liest. Ihr seid ein tolles Paar, ich wünsche euch Beiden auf all euren gemeinsamen Wegen allezeit die Sonne im Herzen, Gesundheit und Lebensfreude. Ich freue mich sehr, euch bald wieder pers. sehen zu dürfen., Gruß an KLARA!!!! und auch an Sabine und Maxi. Herzlichst Sissi, Markus, Lukas und November

  • #13

    Monika (Mittwoch, 11 November 2015 19:33)

    hallo Peter,
    hab mit großer Begeisterung deinen neuesten Bericht gelesen.
    Auch mich hat das Pilgerfieber ergriffen. Liebe Grüße

  • #12

    Natascha (Mittwoch, 11 November 2015 18:09)

    Hallo Peter
    Habe eben kurz deinen Bericht überflogen. Und damit gerade wieder ein bisschen "Heimweh" nach dem Camino bekommen. Bin nun seit 3 Wochen wieder zu Hause....

  • #11

    Hiltrud (Sonntag, 08 November 2015 09:47)

    Hallo Klara und Peter habe mit viel Spannung euren Pilgerbericht erwartet und gelesen.Sehr schön und ich finde es toll, dass Klara so tapfer mitläuft.

  • #10

    Stephan (Samstag, 03 Oktober 2015 14:44)

    Sehr schöne Seite.Hast wohl auch wie viele Andere das Pilgerfieber ;-)

  • #9

    Ellen (Dienstag, 24 März 2015 10:32)

    Hallo Klara!
    Ein wunderschöner Bericht, wie immer, fast als wäre man mit gewandert. Naja, außer Atem kamen wir hier nicht und nass sind wir auch nicht geworden, aber genossen haben wir es den Bericht zu lesen.

  • #8

    Hiltrud (Montag, 23 März 2015 20:33)

    Danke Klara für deinen wunderschönen Reisebericht über euren Wanderbericht der Pilgerreise 2014. Wunderschön ich freue mich schon auf 2015 den du mit deinem Herrchen hoffentlich unternehmen kannst .

  • #7

    Hiltrud (Montag, 19 Januar 2015 20:54)

    Montag,19. Januar 2015
    Wunderschöne Wanderungen von Klara und Peter.
    Habe sämtliche Berichte gelesen .Einfach klasse , dass Klara alles erlebt hat .

  • #6

    Christine (Donnerstag, 16 Oktober 2014 07:53)

    Als wenn wir selbst :-) mit gelaufen wären..... Vielen Dank mein Bruder für diesen interessanten und kurzweiligen Bericht!

  • #5

    e.socher (Sonntag, 12 Oktober 2014 21:56)

    Hallo Ihr Zwei,

    klasse die Berichte, wir - die Königinnen und ich - würden am Liebsten gleich los laufen!!!
    Finden es klasse, dass jetzt die Bilders gleich beim Bericht dabei sind! Die Zweibeinige war schon an vielen Stellen Eurer Pilgerreise in der BRD, Österreich und der Schweiz und hat daher noch mehr Sehnsucht empfunden beim Lesen Eures Pilgerberichts! Die vielen Kirchen mit den vielen Namen machen uns allerdings a weng atemlos....
    Aber... wir und vor allem die Zweibeinige hatten heute am Sonntag viel Freude beim Lesen Eurer homepage über das Pilgern!!!
    Liebe Grüße Ellen mit Fajar und Schneewittchen

  • #4

    Manuel (Donnerstag, 14 August 2014 16:03)

    Back home after meeting "unterwegs" between Treib and Wattenwil. Many crossings in the trail . Good luck Caminante !

  • #3

    Ohana (Freitag, 21 Februar 2014 08:22)

    Durch Zufall stieß ich heute auf Eure Site und bin begeistert - von den Berichten sowie von Klara :-)

    Herzliche Grüße und "besucht" uns doch auch ein mal

  • #2

    Diana rieth (Mittwoch, 15 Januar 2014 08:31)

    ein wirklich toller Pilgerbericht. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt. Und Klara ist wirklich ein ganz toller Pilgerpudel, denn ich kenne sie persönlich

  • #1

    Christine Schöll (Mittwoch, 15 Januar 2014 05:26)

    Der schönste Pilgerbericht, den ich jemals gelesen habe - mir war´s als wäre ich mitgelaufen - und ich freue mich schon auf die nächste Etappe.....vielen Dank für diese tolle Berichterstattung, mein Bruder!!! Ohne Klara undenkbar :-)