Hohenzollerischer Jakobsweg

Diesen Weg bin ich in drei einzelnen Etappen gelaufen.

Die ersten beiden Tage bin ich Anfang Oktober 2012 gegangen,

die beiden nächsten Tage Anfang Oktober 2014

und die drei Schlussetappen im Januar 2015.

  Ich werde deshalb jeden Tag mit Datum versehen.

04. Oktober 2014

 

Es ist Herbst.

Wieder bin ich mit Klara unterwegs.

Diesmal werden wir von meinem Freund Peter begleitet

Da wir beide mit dem Auto angereist sind, bringen wir Peters Auto nach Burladingen und stellen meines in Rottenburg ab. So sind wir unabhängig von Bus und Bahn.

Und da wir in Rottenburg kein passendes Quartier gefunden haben übernachten wir im Bad-Cafe in Bad Niedernau.




                Wir beginnenn unseren     

                Pilgerweg am Dom St. Martin.


Vorbei an einigen Heiligen in ihren Nischen

     und geschichtsträchtigen Häusern




geht es hinaus aufs freie Land Richtung Dettingen.

Mühsam schickt die Sonne ihre Strahlen durch den herbstlichen Nebel.

abgehärtet muss man sein bei diesen Temeraturen....

Einer von vielen Bildstöcken am Wegesrand

Am Anstieg zum Rammert bricht dann die Sonne durch



Kurz vor Dettingen steht dieses aussergewöhnliche Kreuz



wir besuchen die evangelische Stiftskirche, in der gerade für den Erntedanksonntag geschmückt wird








wir verlassen das Tal der Erms und erreichen über eine langezogene Hochebene Frommenhausen

Symmetrie in St. Vitus

St. Jakob in St. Vitus

Frommenhausen hat eine Pilgerherherberge


 

 

auf halber Strecke nach Hirrlingen kommen wir an einer großen Sonnenuhr vorbei.

Im Dunst können wir nur schwach die Uhrzeit erkennen.

Ausserdem geht sie 1 Stunde versetzt, da wir ja noch Sommerzeit haben.

In Hirrlingen steht bei der Kirche ein Steinquader auf dem die Lebens- und Sterbedaten des Jakob Beyter aus Frommenhausen eingemeißelt sind




Der 1562 mit 82 Jahren Verstorbene hatte als Jakobsbruder 1510 Santiago besucht. Unten ist nach zu lesen:

"AND 1510 IST DER OBGEMELT ZU ST.JACOB GEZOGEN"


In Rangendingen ist man mit dem Erntedankschmuck bereits fertig


Wir wandern wieder hinauf auf eine Hochfläche und bald sehen wir in der Ferne die  Burg Hohenzollern den tausend Jahre alten Stammsitz des preußischen Königshauses

Wir kommen am Römischen Freilichtmuseum Hechingen-Stein vorbei, setzen aber unseren Weg fort und erreichen schon bald unser Quartier am Ortsrand von Hechingen.

Für heute nacht haben wir uns auf dem Campingplatz einen Wohnwagen gemietet

Klara fühlt sich gleich heimisch und gibt den Wachhund.

Der freundliche Platzbesitzer stellt uns noch, da es Nachts recht kalt wird, ein Heizgebläse zur Verfügung. Lecker Abendessen gibt es im Vesperstübchen, wo wir auch noch mit einigen Stammgästen ins Gespräch kommen.

5. Oktober 2014


Nach einer ruhigen, sternklaren Nacht gehts es hinein nach Hechingen und hinauf zur Stiftskirche St. Jakob, die leider verschlossen ist.

Wir gehen dann erstmal zur netten Bäckerin nebenan und holen uns ein Frühstück, da das Versperstübchen auf dem Campingplatz erst ab mittags geöffnet hat.

Gestärkt geht es weiter.

Leider in die falsche Richtung. In Hechingen kreuzen sich der Hohenzollern-Jakobsweg mit dem Weg von Rottenburg nach Rothenburg. Und wir erwischen promt den falschen.

Doch nachdem wir sehen, dass wir in die falsche Richtung marschieren, drehen wir eine große Runde um Hechingen und stossen wieder auf "unseren" Weg, der uns an der Bahnlinie Schlatt führt.

 

 

Auf unserem Umweg kommen wir an der Villa Eugenia vorbei, der letzten Residenz der Fürsten von Hohenzollern-Hechingen.

Seit 2001 im Besitz des Fördervereins Villa Eugenia und der Rahmen für kulturelle Veranstaltungen.

vorsicht, auf dem Land muss der Pilger auch mit freilaufenden Gänsen rechnen.....

Wir befinden uns nun im Tal der Starzel, dem Killertal. Nachdem wir Schlatt zügig durchquerten sind wir bald darauf in Jungingen. Hier steht die Wallfahrtskirche St. Silvester.

Pilger vor .....                                                                       .......und in der Kirche



Im Ort Killer machen wir dann unsere Rast beim Deutschen Petschenmuseum


Wir verlassen nun die Talsohle sowie das Killertal und wandern nun, abseits der Ortschaften, am Hang entlang.

Bald schon haben wir Burladingen erreicht und damit auch schon das Ende unseres Wegs.

Peters Auto steht bereit und zurück geht es nach Rottenburg.

Bevor wir uns dann trennten besuchten wir noch das Rottenburger Apfelfest.

Puh, war das ein Gedränge; klar bei diesem herrlichen Herbsttag wollte keiner zuhause sitzen.

Nach einer Rottweiler Bruzzlerwurst zur Stärkung waren wir beide bereit wieder nach Hause zu fahren.


04. Oktober 2012

 

2 Jahre zuvor ...


Nachdem ich in Burladingen übernachtete ging es bei trockenem Herbstwetter entlang der Hohenzollernbahn Richtung Gauselfingen




kurz darauf erreichen Klara und ich Neufra, wo wir St. Mauritius sowie die Nikolauskapelle besichtigen


Wir wandern weiter durch das herbstliche Fehlatal.




Es scheint, als ob wir die einzigen Menschen auf dieser Welt sind.

Die einzigen Geräusche die wir hören sind das murmeln des Baches und ab und an ein Vogel in den Büschen und Bäumen




Ist es die Einsamkeit, die herbstliche Stimmung?

Für mich ist es einer der schönsten Abschnitte, die ich durchwandern durfte













Wir erreichen das Laucherttal und die Gallusquelle





Bei einem kleinen Aussichtsturm mit Blick auf das wilde Laucherttal machen wir Pause.

Mich plagen bereits seit einigen Tagen Kreuzschmerzen, doch es wird von Schritt zu Schritt besser




Und dann erreichen wir auch schon Veringenstadt

 

Nachdem wir unser Quartier im Laucherstüble bei der netten Frau Feil bezogen haben, schauen wir uns noch einige der 34 Höhlen rings um den Ort an.

 

Zum Abendessen gibts dann Kässpätzle.


05. Oktober 2012

Ich frühstücke bei dem Bäcker nebenan, da Frau Feil einen dringenenden Termin hat.

 

 

Danach gehts bei herblichem Frühnebel entlang der Lauchert






malerisch liegt St. Michael mit seinen Doppeltürmen in Veringendorf im Herbstnebel.

St. Michael aus der Zeit um 1000 ist die älteste hohenzollersche Kirche






Erntedank kann kommen

an wen mag dieses Mädchen wohl gedacht haben?
an wen mag dieses Mädchen wohl gedacht haben?

 

Unser Weg führt noch ein kurzes Stück die Lauchert entlang. Vorbei an Maria mit dem Kinde in ihrer Felsnische, Hochlandrinder die uns ganz erstaunt hinterherschauen und an schroffen Felsformationenund sowie an badenden (...BADENDEN??) Kindern

in ebenso einer Zinkwanne durften meine Schwester und ich als Kinder bei Oma im Garten baden.

 

 

 

bevor wir das Laucherttal verlassen geht es nochmal hoch hinauf mit herrlichem Ausblick

 

 

und dann haben wir auch schon Sigmaringen erreicht, das (teilweise) Ende unserer Reise.

Mit dem Zug, und vielen Erinnerungen im Gepäck, gehts wieder nach Hause.

12. Januar 2015


Moment mal - 12. Januar?

Richtig, ich nutze meinen Urlaub und begebe michauch im Januar auf den Weg.

Zumal ich mit dem Wetter unwahrscheinlich Glück habe. Auch die Eindrücke sind anders.

Morgens gings bei angefrorenem Boden los, der aber im Lauf des Tages taute, da ich bei ca. 4 - 7 Grad lief. Auch Klara hat mit diesen Temeraturen kein Problem, wie ich auf einigen Winterwanderungen bemerkt habe.

Ein weiterer positiver Effekt ist der, dass es keine Radfahrer zu beachten gibt (bis auf einen).

Doch wie ist es mit privaten Unterkünften, die ich inzwischen bevorzuge. Gibt es auf dem Weg welche; und wenn ja, kommen wir da auch im Winter unter oder haben die Menschen Angst davor, dass wir alles schmutzig machen?

Nun, diese Frage lies sich rasch beantworten. Am Tag vor meiner Reise konnte ich unser Quartier für die erste Nacht in Meßkirch bei Frau Molzahn abklären. Und dort kümmerte ich mich um die zweite Nacht, doch davon später.


Wir fuhren mit dem Auto bis Sigmaringen, wo im Oktober 2012 unser Weg endete. Dort stellen wir den Wagen am Bahnhof ab und starteten unseren Winterpilgerweg.




bevor wir die Stadt verlassen gehts noch ein wenig auf sightseeing



entgegen der Streckenführung des Jakobswegs, die im Tal über Vilsingen und Rohrdorf entlangführt, gehe ich über die Höhe Richtung Süden.


Hier bläst der Wind, aber es bietet sich eine tolle Aussicht auf die Zollernalb

noch ist alles gefroren
noch ist alles gefroren

schier endlos erstreckt sich der Weg dann durch die Wälder, wir treffen keine Menschenseele, nur das zwitschern einiger Vögel und das plätschern eines Baches ist zu hören

Mittags ist es milder, das Eis ist getaut
Mittags ist es milder, das Eis ist getaut


kurz vor Meßkirch biegen wir wieder auf den eigentliche Jakobsweg ein.



Wir verlassen den Wald und kommen auf eine Anhöhe

Meßkirch liegt im Tal vor uns


und in der Ferne erkenn wir die Alpen.....ein grossartiger Anblick




zu Klaras großer Freude treffen wir auf Cloe. Die beiden toben über die Wiese


Meßkirch



da wir im Januar unterwegs sind, sind in den Kirchen noch die Weihnachtskrippen aufgebaut. Hier in St. Martin in Meßkirch

nach dem Stadtrundgang gezogen wir unser Quartier bei Fr. Molzahn. Wir hatten ausser unserem Zimmer auch ein gemütliches Wohnzimmer zur Verfügung. Da ich noch genug Zeit hatte und keine Lust auf Essen gehen holte ich mir in einem nahe gelegenen Supermarkt noch ein Vesper zum abendessen und machte es mir mit Klara gemütlich.

Wie bereits vorher erwähnt musste ich mir ja noch für die zweite Nacht eine Unterkunft besorgen.

Ich suchte also im www und bekam gleich bei der zweiten Anfrage eine Zusage bei Familie Löffler in Pfullendorf.

13. Januar 2015


und so machten wir uns frühmorgens kurz vor Sonnenaufgang wieder auf den Weg

leichte Verwirrung kam kurz bei mir auf. Doch egal wie der Weg benannt wird......


...... am Ende führt er doch nach Santiago de Compostella

und wieder gehts einsam durch die Wälder

die Sonne zeigt sich, es verspricht ein schöner Tag zu werden


                                     Klara vespert heute auf dem Tisch







wir waren dem Ziel im Sommer näher




ist das nicht ein herrlicher Januartag?



wir erreichen Kloster Wald

eine ehemalige Zisterzienserinnen-Abtei. Heute befindet sie sich im Besitz der Benediktinerinnen vom Orden der heiligen Lioba, unter deren Leitung eine Heimschule im Kloster untergebracht ist

                                                              auch hier wieder eine liebevoll gestaltete Krippe

immer wieder wunderschöne Aussichten

der Weg von Kloster Wald nach Pfullendorf führt am Weiler Bethlehem vorbei


in Pfullendorf gibt es seit einigen Jahren den Seepark Linzgau. Über diesen erreichen wir die Stadt. Hunde sind in diesem Park nicht erlaubt. Aber das kümmert uns zu dieser Jahreszeit nicht. Auch den wenigen Spaziergänger, die wir treffen, ist die Anwesenheit Klaras völlig schnuppe.

Deutschland ------ ein Wintermärchen

Pfullendorf im Linzgau

ehemalige Reichsstadt, heute noch erkennt man den Reichtum früherer Jahre

                                                    St. Jakob

 mit Krippe


und dann ist es soweit und wir steuern unser Quartier an.

Ich bin sehr erstaunt, da ich mitten in der Altstadt unterkomme. Familie Löffler bewohnt ein schönes, gut ausgebautes, altes Stadthaus. Unten hat Frau Löffler ihren Kunstladen und oben befindet sich die Wohnung. Ich bin mit Klara im Pligerzimmer untergebracht, für Klara gibt es eine extra Hundedecke. Und zum Abendessen gibt es vom Hausherr selbst zubereitete Kässpätzle im Kreis der Familie.

Ich hatte nicht erwartet auf diesem Weg, der seit Meßkirch als Linzgauer Jakobsweg bezeichnet wird, eine Unterkunft mit solch einem tollen Pilgergeist zu finden.

was braucht der Pilger mehr?

Klara fühlt sich pudelwohl


 

 14. Januar 2015

 

 

früh bin ich bereits wach und gehe mit Klara eine Runde.

 

Im Hause Löffler schläft noch jeder.

Nach einem gemütlichen Frühstück mit Frau Löffler gehts dann endlich um 9:00 Uhr bei leichtem Regen los.

Nach kurzer Zeit hört der Regen jedoch auf, doch es bläst noch ein kalter Wind über die Höhe.



Tautenbronn lliegt unter dicken Wolken rechts unseres Wegs

Wir kommen durch Großstadelhofen, wo die Kapelle St. Martin leider abgeschlossen ist.

So setzen wir unseren Weg fort, der uns durch einen tiefen Furtbachtobel nach Kirnbach führt.

der furtbach
der furtbach
unten gehts links ab zur Furtbachmühle mit der Pilgerherberge
unten gehts links ab zur Furtbachmühle mit der Pilgerherberge

Ramsberg, einem steilen Bergkegel liegt die Burgruine der Grafen von Pfullendirf aus dem 11. Jahrhundert.

Heute befindet sich dort die Einsiedelei des Benediktinermönchs Bruder Jakobus.

Er lebt dort seit über 20 Jahren sein Eremitenleben Damit ist er einer der ca. 80 Einsiedler die es in Deutschland gibt.


Wir machen hier oben Rast und unterhalten uns mit Bruder Jakobus über unseren Weg.



Bald haben wir dan den Bodenseekreis erreicht und kommen nach Taisersdorf.

Dort lesen wir den ausgehängten Pilgersegen und machen eine längere Pause in der Markuskapelle, in der ebenfalls eine Krippe aufgestellt ist.

Und wie wir sehen sind wir nur noch knappe 130 km von Einsiedeln entfernt.

Erinnerungen an vergangenen Sommer gehen mir durch den Kopf.

im Linzgau, gestern wars schöner
im Linzgau, gestern wars schöner

Ich halte inne für ein kurzes Erinnern

......die zerissene Perlenkette





Kurz vor Überlingen-Owen hat sich

ein Pilger(?) im Sandstein verewigt

wieder zeigen sich uns die Alpen


und dann sind wir auch bereits in Überlingen angekommen.

Wir erreichen den Bus um 15:30, der uns, mit Zwischenstopp in Pfullendorf, nach Sigmaringen zurückbringt.

Gerade noch rechtzeitig sind wir in Überlingen angekommen, denn kaum besteigen wir den Bus fängt es sintflutartig an zu regnen.

Und wie wir mit dem Auto über die Zollernalb fahren kommen wir auch noch in ein wildes Schneetreiben. Es ist doch Winter, obwohl wir dies auf unserem Pilgerweg so nicht erlebt haben. Durch die Krippen wurde ich immer wieder darauf hingewiesen, dass wir uns in der Zeit zwischen Weihnachten und Maria Lichtmeß befinden.

Kurz vor 8 Uhr kommen wir dann gut wieder daheim an.

Der Hohenzollerische/Linzgauer Jakobsweg liegt hinter uns, landschaftlich mit wunderschönen Abschnitten (das Fehlatal einer der schönsten überhaupt) und vielen Menschen, die ich gerne in Erinnerung behalte.




wohin führt mich der nächste Weg

abseits meines großen Weges....?

 

 

Bon Camino



Peter und Klara

für Anregungen und Begeisterungsäußerungen

Kommentare: 25
  • #25

    kai (Dienstag, 29 August 2017 15:10)

    Hallo Peter,
    Konnte aus Zeitgründen nur einen kurzen Teil, natürlich in einer meiner "Heimaten", lesen und freue mich heute schon auf deinen Vortrag beim SAV.

  • #24

    Barbara Hügelschäffer (Sonntag, 27 August 2017 15:10)

    Hallo, eine tolle seite mit Klara und sehr schöne berichte der Strecken, ich möchte vom 11-15.9den Beuroner jakobsweg mit Hund(Berner sennenmix klein) laufen, finde aber schlecht Übernachtungsmöglichkeiten.
    In Balingen ging es gut, aber in beuron eher schlecht.
    Danke für die Aufmunterung
    Ultreia Barbara Hügelschäffer

  • #23

    Manfred & Bedriye (Freitag, 12 Mai 2017 15:30)

    Salut Peter und Klara

    Wir sind uns letztes Jahr in Condom begegnet, am Tag unserer Rückreise in die Schweiz (eine Foto der Begegnung haben wir sogar bei deinem Bericht 2016, Teil 2 gefunden :-)

    An Ostern 2017 sind wir wieder in Condom aufgebrochen und zunächst durch Haut Armagnac, danach Bas Armagnac (unbedingt den Armagnac probieren!) in den Frühling im Baskenland gelaufen. War wunderbar. Die ersten Tage war es angenehm warm. Dann frischte es auf und am 25.04. gab es einen Wetterwechsel. In Saint-Jean-Pied de Port, am Tag vor der Überquerung der Pyrenäen, fiel Schnee bis auf 800 m runter und es war entsprechend kalt (zum Glück hatten wir Handschuhe eingepackt!).

    Der Aufstieg zum Col Lepoeder (1430 m.ü.M.) erfolgt auf 20 km, die ersten 8 geht es von 170 m.ü.M. richtig steil bergauf, denn 12 km gemächlicher aufwärts bis zum Pass und danach 6 km abwärts durch einen wunderbaren Buchenwald in frischem Frühlingsgrün (ohne Schnee) nach Roncesvalles. Für die Strecke benötigten wir, nach 230 km so richtig eingelaufen , 5,5 Stunden.

    Ab Saint-Jean-Pied-de-Port (hier beginnen viele mit dem Caminio) trifft man andere Pilger an als in der Schweiz und in Frankreich - es wird internationaler. Es hat (viele) Südkoreaner, Brasilianer, Kanadier, US-Amerikaner, Engländer, Holländer, Deutsche, Italiener und natürlich auch Spanier, für die der Camino fast schon ein "Must" ist. Fertig schien es mit der Beschaulichkeit, die wir in Frankreich so geschätzt haben. Doch die vielen "neuen" Pilger verteilen sich dann auf den Weg-Kilometern doch ziemlich, so dass man/frau über weite Strecken alleine läuft.

    Nun sind wir in Pamplona angelangt - es sind nur noch 750 km bis Santiago de Compostela und weitere etwa 90 bis Finisterre, während 1600 km hinter uns liegen (ab/seit Konstanz). Da könnte einen fast schon die Wehmut erfassen, dass es bald zu Ende geht. Doch das Virus ist heftig und trägt bestimmt dazu bei, neue (Jakobs- und andere) Wege zu beschreiten, aber das kennst du ja.

    Mit einem herzlichen Ultreïa aus der Schweiz, Manfred & Bedriye

  • #22

    Natur Provence (Montag, 20 März 2017 13:10)

    Hallo, bin selber seit Jahren immer mal wieder kurze Strecken auf Abschnitten des Jakobsweges unterwegs und auf der Suche nach Erläuterungen zur Via Gebenensis auch auf Deine Beschreibung gestoßen, die ich wunderbar finde.
    Schade nur, das keine der besuchten Internetseiten die gefundenen Unterkünfte beim Namen nennt: Das wäre doch hilfreich, weil ich fürchte, dass man in der "France profonde" kaum mehr als einfachste Herbergen findet , die weniger nach meinem Geschmack sind.
    Und zu Deiner Beruhigung: "Infusionen" für einen Euro sind ein preiswerter Kräutertee, z.B. Pfefferminze.
    Alles Gute und weiter viel Spaß mit Klara

  • #21

    Timber von der Lotoskrone (Samstag, 25 Februar 2017 15:24)

    Liebe Klara!
    Ich habe Dich letzten November in Karlsruhe in so `ner riesigen Messehalle gesehen, und kam nicht umhin, Dich heimlich zu bewundern, wie ruhig und souverän Du auf auf dem Tisch beim Messestand Deines Herrchens gesessen hast, während er sich mit meinem Fraule & Familie (auch über mich!) unterhielt. Ich habe Dich angehimmelt; Du hast mich vielleicht gar nicht bemerkt? Ich war der 8 Monate alte Zwergpudel in apricot. Ich heiße Timber; das ist Englisch und bedeutet unter Holzfällern "Baum fällt!"Mein Fraule hat mir bis jetzt die Hälfte des Berichts über Eure große Wanderung auf dem Jakobsweg vorgelesen, und ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Du kannst froh sein, dass Du so ein Herrle hast, das Dir ein schönes, spannendes Leben bereitet. Aber mir geht`s auch sehr gut mit meinem Fraule. Ich habe einen großen Freundeskreis und bin viel draußen. Ich hoffe, ich werde auch mal so wie Du, wenn ich erwachsen bin. Es grüßt Dich/Euch Timber aus Regensburg

  • #20

    Kirsten (Dienstag, 10 Januar 2017 19:37)

    Ich bastel gerade eine Internetseite über die Jakobswege mit allen potentiellen Kombinationsmöglichkeiten. Dabei ist mir euer Bericht Hohenzollerischer Jakobsweg über den Weg gelaufen. Wo habt ihr die Reisebeschreibung her? Wer ist für die Strecke zuständig? Gerne würde ich eure Seite mit einbinden, gerade weil ihr mit Tieren Erfahrung auf dem Jakobsweg habt. Was meint Klara zu der Pilgerreise? Kommentare gerne auf chemindecompostelle.de oder auf g+

  • #19

    Harry Biberstein (Mittwoch, 12 Oktober 2016 16:46)

    Mittwoch 12.10.16

    Hallo Peter,
    mit Tränen in den Augen, habe ich deinen schönen Bericht gelesen!!!
    Ich kann heuer meinen geplanten Weg von Le Poy durch Frankreich nicht fortsetzen(Krankheit).
    Im nächstes Jahr, da werde ich es hoffentlich schaffen.
    Viele Streicheleinheiten an Klara, herzliche Grüsse von Sabine, Robert, Harry und Fritzi

  • #18

    Christian (Freitag, 12 August 2016 17:34)

    Heureux d'avoir passé un bon moment en ta compagnie et aussi avec klara. Tu sais que je suis son meilleur ami depuis que je lui ai donné à manger. Bonne continuation à toi. Christian

  • #17

    Claudia Hieber (Dienstag, 26 Juli 2016 20:46)

    Hallo Peter
    Durch Zufall bin ich auf deinen tollen Blog gestolpert.
    Klara ist sicher eine tolle Pilgerin!

  • #16

    Eleonore Roßmann (Sonntag, 24 Juli 2016 11:51)

    Hallo, eine wunderschöne Seite habe ich hier gefunden. Interessant, informativ und manchmal auch ziemlich lustig, ehrlich und liebevoll. Ich laufe auch sehr viel mit meinen 3 Hunden, wobei 2 Zwergpudel dabei sind. Auf die Pudel reagieren die Leute im allgemeinen positiv. Ich wünsche weiterhin viel Spaß und kleine Abenteuer. LG sende Eleonore

  • #15

    Hiltrud mit Cesar (Mittwoch, 13 Januar 2016 22:07)

    Hallo Klara habe mit Spannung deinen Bericht gelesen. Da hast du ja wieder etliche Kilometer mit Herrchen hinter dich gebracht. Hast du toll gemacht.

  • #14

    Sissi (Montag, 14 Dezember 2015 18:48)

    Lieber Peter,

    ein so toller Mensch hat einen so tollen Hund von Herzen verdient, es rührt einen zu Tränen, wenn man deine Zeilen, bzw. die Zeilen von Klara liest. Ihr seid ein tolles Paar, ich wünsche euch Beiden auf all euren gemeinsamen Wegen allezeit die Sonne im Herzen, Gesundheit und Lebensfreude. Ich freue mich sehr, euch bald wieder pers. sehen zu dürfen., Gruß an KLARA!!!! und auch an Sabine und Maxi. Herzlichst Sissi, Markus, Lukas und November

  • #13

    Monika (Mittwoch, 11 November 2015 19:33)

    hallo Peter,
    hab mit großer Begeisterung deinen neuesten Bericht gelesen.
    Auch mich hat das Pilgerfieber ergriffen. Liebe Grüße

  • #12

    Natascha (Mittwoch, 11 November 2015 18:09)

    Hallo Peter
    Habe eben kurz deinen Bericht überflogen. Und damit gerade wieder ein bisschen "Heimweh" nach dem Camino bekommen. Bin nun seit 3 Wochen wieder zu Hause....

  • #11

    Hiltrud (Sonntag, 08 November 2015 09:47)

    Hallo Klara und Peter habe mit viel Spannung euren Pilgerbericht erwartet und gelesen.Sehr schön und ich finde es toll, dass Klara so tapfer mitläuft.

  • #10

    Stephan (Samstag, 03 Oktober 2015 14:44)

    Sehr schöne Seite.Hast wohl auch wie viele Andere das Pilgerfieber ;-)

  • #9

    Ellen (Dienstag, 24 März 2015 10:32)

    Hallo Klara!
    Ein wunderschöner Bericht, wie immer, fast als wäre man mit gewandert. Naja, außer Atem kamen wir hier nicht und nass sind wir auch nicht geworden, aber genossen haben wir es den Bericht zu lesen.

  • #8

    Hiltrud (Montag, 23 März 2015 20:33)

    Danke Klara für deinen wunderschönen Reisebericht über euren Wanderbericht der Pilgerreise 2014. Wunderschön ich freue mich schon auf 2015 den du mit deinem Herrchen hoffentlich unternehmen kannst .

  • #7

    Hiltrud (Montag, 19 Januar 2015 20:54)

    Montag,19. Januar 2015
    Wunderschöne Wanderungen von Klara und Peter.
    Habe sämtliche Berichte gelesen .Einfach klasse , dass Klara alles erlebt hat .

  • #6

    Christine (Donnerstag, 16 Oktober 2014 07:53)

    Als wenn wir selbst :-) mit gelaufen wären..... Vielen Dank mein Bruder für diesen interessanten und kurzweiligen Bericht!

  • #5

    e.socher (Sonntag, 12 Oktober 2014 21:56)

    Hallo Ihr Zwei,

    klasse die Berichte, wir - die Königinnen und ich - würden am Liebsten gleich los laufen!!!
    Finden es klasse, dass jetzt die Bilders gleich beim Bericht dabei sind! Die Zweibeinige war schon an vielen Stellen Eurer Pilgerreise in der BRD, Österreich und der Schweiz und hat daher noch mehr Sehnsucht empfunden beim Lesen Eures Pilgerberichts! Die vielen Kirchen mit den vielen Namen machen uns allerdings a weng atemlos....
    Aber... wir und vor allem die Zweibeinige hatten heute am Sonntag viel Freude beim Lesen Eurer homepage über das Pilgern!!!
    Liebe Grüße Ellen mit Fajar und Schneewittchen

  • #4

    Manuel (Donnerstag, 14 August 2014 16:03)

    Back home after meeting "unterwegs" between Treib and Wattenwil. Many crossings in the trail . Good luck Caminante !

  • #3

    Ohana (Freitag, 21 Februar 2014 08:22)

    Durch Zufall stieß ich heute auf Eure Site und bin begeistert - von den Berichten sowie von Klara :-)

    Herzliche Grüße und "besucht" uns doch auch ein mal

  • #2

    Diana rieth (Mittwoch, 15 Januar 2014 08:31)

    ein wirklich toller Pilgerbericht. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt. Und Klara ist wirklich ein ganz toller Pilgerpudel, denn ich kenne sie persönlich

  • #1

    Christine Schöll (Mittwoch, 15 Januar 2014 05:26)

    Der schönste Pilgerbericht, den ich jemals gelesen habe - mir war´s als wäre ich mitgelaufen - und ich freue mich schon auf die nächste Etappe.....vielen Dank für diese tolle Berichterstattung, mein Bruder!!! Ohne Klara undenkbar :-)